Karlsruhe
2. Bundesliga

Kuriose Verwechslung: Polizei lässt statt Nürnberger Spieler Fan-Bus bis zu den Kabinen

In Karlsruhe ließ die Polizei am Sonntag einen Bus mit Nürnberg-Fans bis zu den Kabinen. Die Verwechslung konnte aufgeklärt werden. Viel genutzt hat dies jedoch nicht: Der Club verlor deutlich.
Nürnberg-Fans
Die Fans des 1. FC Nürnberg wurden irrtümlich direkt vor die Kabine gebracht. Foto: Marius Becker/dpa

Am Rande des Fußball-Zweitligaspiels zwischen dem Karlsruher SC und 1. FC Nürnberg ist es zu einer kuriosen Verwechslung gekommen. Der Ordnungsdienst des KSC staunte nicht schlecht, als nicht der Mannschaftsbus des Gegners, sondern jener der Fans direkt vor dem Kabinentrakt hielt.

Denn die Polizei eskortierte am Sonntag irrtümlich den falschen Bus. Aufgrund der ähnlichen Lackierung hatten die Polizisten die beiden Nürnberger Busse verwechselt, hieß es vonseiten des KSC.

Nach kurioser Verwechslung: Club verliert deutlich

Der Fan-Bus musste drehen und 15 Minuten später schaffte es dann auch der richtige mit den Spielern an Bord ins Stadion. Viel genutzt hat dies jedoch nicht: Der Club verlor am Ende 0:3. Der Karlsruher SC hat seine drei Spiele andauernde Sieglos-Serie in der 2. Fußball-Bundesliga damit beendet. Fabian Schleusener traf am Sonntag gegen seinen Ex-Club 1. FC Nürnberg (45. Minute) und ebnete dadurch den Weg für den am Ende souveränen 3:0 (1:0)-Heimerfolg. Philip Heise legte nach (78.) und Marvin Wanitzek setzte den Schlusspunkt (82.). 

Während der KSC mit nun 14 Punkten auf den achten Rang klettert, kommen die Franken nicht in Tritt. Sie belegen aufgrund der schlechteren Tordifferenz den 14. Platz in der Tabelle.

Die Gastgeber waren im ersten Durchgang vor 19 268 Zuschauern die aktivere Mannschaft. Nürnbergs Torhüter Christian Mathenia verhinderte aber zunächst mehrfach einen Rückstand. Gegen den Kopfball von Schleusener, der zwischen 2019 und 2021 für den «Club» aufgelaufen war, hatte aber auch der Keeper keine Abwehrchance. 

Nach der Pause steigerten sich die Gäste. Da sich der KSC aber nicht auf seiner knappen Führung ausruhen wollte, entwickelte sich ein ansehnliches Duell. Für die vorzeitige Entscheidung sorgte der aufgerückte Linksverteidiger Heise. Die Nürnberger hatten zwar etwas mehr vom Spiel. Sie mussten dann aber auch noch den dritten Gegentreffer durch Wanitzek hinnehmen.