Die Inzidenzen sind vielerorts am Sinken, also können wir aufatmen oder? Leider geben Experten noch keine Entwarnung, da sich immer mehr Mutationen in Deutschland ausbreiten. Erst kürzlich wurde die Mutante N501Y in Nürnberg entdeckt.

Das Klinikum und die Stadt Nürnberg haben sich daher Gedanken gemacht und eine mehrsprachige Video-Kampagne in den sozialen Medien gestartet. 

Es ist wichtig, in möglichst vielen Sprachen und auf möglichst vielen Kanälen zu warnen

Unter dem Titel "Nehmt Corona ernst!" entstanden 14 rund einminütige, mehrsprachige Videos, in denen  Ärzte, Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte und Reinigungspersonal des Klinikums mit internationalen Wurzeln in der jeweiligen Landessprache die aktuelle Situation auf den Stationen schildern und zur Einhaltung der Corona-Regeln auffordern.

Das kommunale Krankenhaus befindet sich nach wie vor im Krisenmodus und im Zustand des Pandemie-Alarmfalls, der im Dezember vergangenen Jahres am Klinikum Nürnberg ausgerufen wurde. Aktuell werden immer noch rund 140 Patientinnen und Patienten mit Covid-19 stationär behandelt.

Leider gibt es immer noch Menschen, die zu wenig über die Gefährlichkeit des Coronavirus wissen“, sagt Achim Jockwig, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg. „Deshalb ist es wichtig, in möglichst vielen Sprachen und auf möglichst vielen Kanälen darauf hinzuweisen, wie man sich vor einer Erkrankung mit Covid-19 schützen kann.“ Prof. Jockwig freut sich, dass sich spontan Beschäftigte aus der Pflege, aus dem Kreis der Ärzte oder aus dem Servicebereich bereit erklärt haben, die Info-Kampagne für die sozialen Medien zu unterstützen.

"Bei denen, die überleben, sehen wir langwierigste Verläufe"

Einer der Initiatoren der Kampagne ist Oberarzt Matthias Baumgärtel, der sich am Klinikum Nürnberg um Patientinnen und Patienten kümmert, die schwer an Covid-19 erkrankt sind. „Die Idee, dass man noch mehr aufklären muss, kam mir an einem Tag, an dem mal wieder sehr viele Covid-Patienten neu auf die Station kamen – und wir diese nur deswegen aufnehmen konnten, weil so viele gestorben waren“, sagt Dr. Baumgärtel. „Bei denen, die überleben, sehen wir langwierigste Verläufe – übrigens bei Patientinnen und Patienten jeden Alters. Nach wochenlangen Aufenthalten auf unserer Station müssen viele erst wieder lernen zu gehen. Das kann keiner wollen.

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Auch Rali Guemedji, Gesundheits- und Krankenpflegerin, die derzeit auf der Intensivstation am Klinikum Nürnberg arbeitet, beteiligte sich an der Video-Kampagne. Sie sprach die Botschaft auf Französisch ein. „Mir ist es sehr wichtig, bei der Video-Kampagne mitzumachen, da das Coronavirus ein sehr schlimmes und gleichzeitig intelligentes Virus ist, das die ganze Welt verändert. Jeden Tag, jede Stunde arbeitet das Personal des Klinikums – die Reinigungskräfte, die Pflegekräfte, die Pflegedienstleitung, die Stationsleitung, die Ärzte – am Limit. Viele haben schlaflose Nächte, weil sie sehen, dass auch junge Menschen ohne jegliche Vorerkrankung leiden und sterben. Sie sehen, wie die Angehörigen der Patienten verzweifeln“, sagt die Gesundheits- und Krankenpflegerin. „Deshalb müssen wir nun alle zusammenhalten, um diese Krise zu überstehen!“

Die 14 Videos wurden in Deutsch sowie 13 Fremdsprachen produziert: Arabisch, Englisch, Französisch, Georgisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Türkisch und Ukrainisch. Da die Videos direkt auf den COVID-Stationen aufgenommen wurden, ergeben das Sprechen hinter der Maske und die Betriebsgeräusche der Stationen sehr authentische Aufnahmen. Die Videos sind in Zusammenarbeit von Klinikum Nürnberg sowie dem Bürgermeisteramt und dem Presse- und Informationsamt der Stadt Nürnberg entstanden.

YouTube-Playlist aller 14 Videos

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