• Frankens Corona-Zahlen zuletzt deutlich gesunken
  • Aktuell 13 fränkische Regionen unter Inzidenzwert 100 (Stand: 11.05.2021)
  • Landkreis Wunsiedel mit den frankenweit wenigsten Neuinfektionen
  • Region Coburg ist Frankens Corona-Hotspot
  • Frankenweit insgesamt über 191.000 Menschen positiv getestet
  • Mehr 5300 Corona-Infizierte in Franken bislang verstorben

Das Coronavirus hält die Welt, Deutschland und Franken seit mehr als einem Jahr auf Trab. Seit Beginn der Pandemie sind in Franken 191.040 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. 5395 Corona-Infizierte sind in Franken bislang verstorben. Dennoch scheint sich die Lage in Deutschland und in der Region allmählich zu entspannen. Seit Montag (10. Mai 2021) kann die Außengastronomie in vielen Teilen Bayerns wieder öffnen. Beim Besuch von Biergarten und Co. gelten gleichwohl bestimmte Regeln.

Update vom 11.05.2021: 13 fränkische Regionen unter Inzidenzwert 100 

Die Covid-19-Situation in Franken hat sich zuletzt spürbar entspannt. Aktuell weist immerhin mehr als ein Dutzend fränkischer Regionen einen Inzidenzwert von unter 100 auf, wie ein Blick auf die Frankenkarte verdeutlicht. Die bundesweite Notbremse sieht für Städte und Landkreise mit einer Inzidenz von mehr als 100 an drei aufeinander folgenden Tagen verschärfte Corona-Regelungen vor - etwa nächtliche Ausgangssperren. Auf diese Weise soll die zuvor immer stärker gewordene dritte Corona-Welle zum Erliegen kommen. 

Inzidenz bei 52,3: Landkreis Wunsiedel mit frankenweit wenigsten Neuinfektionen

Momentan haben 13 fränkische Regionen einen 7-Tage-Inzidenzwert von unter 100 (Stand: 11.05.2021, 00.00 Uhr; Quelle: RKI). Vor genau einer Woche, am 4. Mai, waren es nur sieben Regionen.

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Die niedrigsten Covid-19-Zahlen innerhalb Frankens weist gegenwärtig der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge auf. Hier liegt die Inzidenz am Dienstag bei 52,3 - das ist der viertniedrigste Wert in ganz Bayern. Auf Frankens Platz zwei folgt der Landkreis Würzburg. Dort beträgt der Corona-Wert 62,23. Die frankenweit drittwenigsten Neuinfektionen - mit einer Inzidenz von 65,57 - gibt es im Landkreis Erlangen-Höchstadt.

Auch die Landkreise Bayreuth, Main-Spessart, Forchheim, Kitzingen, Aschaffenburg und Kulmbach liegen unter der 100er-Grenze. Dasselbe gilt für die kreisfreien Städte Würzburg, Bayreuth, Erlangen und Bamberg.

Diese Städte und Landkreise weisen aktuell den niedrigsten 7-Tage-Inzidenzwert in Franken auf:

  1.  Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge: 52,30
  2.  Landkreis Würzburg: 62,23
  3.  Landkreis Erlangen-Höchstadt: 65,57
  4.  Landkreis Bayreuth: 65,60
  5.  Landkreis Main-Spessart: 69,05
  6.  Stadt Würzburg: 75,82
  7.  Stadt Bayreuth: 77,56
  8.  Stadt Erlangen: 80,87
  9.  Landkreis Forchheim: 84,34
  10.  Stadt Bamberg: 85,30
  11. Landkreis Kitzingen: 89,96
  12. Landkreis Aschaffenburg: 93,00
  13. Landkreis Kulmbach: 95,02

Corona-Hotspots: Region Coburg mit höchsten Inzidenzwerten Frankens

Am Dienstag haben 24 der 37 fränkischen Regionen einen 7-Tage-Inzidenzwert von über 100 (Stand: 11.05.2021, 00.00 Uhr; Quelle: RKI). Vor genau einer Woche, am 4. Mai, waren es 30 Regionen. 

Frankens Corona-Hochburg bildet augenblicklich der Landkreis Coburg. Hier weist die 7-Tage-Inzidenz momentan einen Wert von 261,68 auf - das ist die zweithöchste Inzidenz in ganz Bayern (Platz 5 in Deutschland). Auf Frankens Platz 2 folgt die Stadt Coburg mit einer Inzidenz von 253,21. Die drittmeisten Neuinfektionen innerhalb Frankens gibt es im Augenblick in der Stadt Schweinfurt. Der Corona-Wert beträgt dort gegenwärtig 252,69.

Die kreisfreie Stadt Nürnberg hat ebenfalls einen Inzidenzwert von mehr als 200. 

Diese Städte und Landkreise weisen aktuell den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert in Franken auf:

  1.  Landkreis Coburg: 261,68
  2.  Stadt Coburg: 253,21
  3.  Stadt Schweinfurt: 252,69
  4.  Stadt Nürnberg: 206,42
  5.  Landkreis Schweinfurt: 198,36
  6.  Landkreis Kronach: 197,77
  7.  Stadt Fürth: 197,67
  8.  Landkreis Rhön-Grabfeld: 149,43
  9.  Stadt Hof: 148,39
  10.  Landkreis Lichtenfels: 148,26

Die von inFranken.de berücksichtigten Infektionszahlen basieren auf Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI), der zentralen Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland. Als selbstständige Bundesoberbehörde erfasst das Institut kontinuierlich die aktuelle Covid-19-Lage. Die Auswertungen des RKI beruhen wiederum auf den übermittelten Meldedaten der jeweiligen Gesundheitsämter. Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie lesen Sie in unserem Corona-Liveticker.

Rückblick zum Stand vom 07.05.2021: Zwei fränkische Regionen unter Deutschlands Top-5-Hotspots 

Die Corona-Lage in Franken insgesamt entspannt sich weiter. 14 von 37 Regionen weisen heute (Stand 07.05.2021, 00.00 Uhr; Quelle: RKI) einen Inzidenzwert von unter 100 auf - das sind doppelt so viele wie noch vor wenigen Tagen. Eine Region liegt an diesem Freitag sogar schon bei einem Inzidenzwert unter 50. Auf der anderen Seite gibt es aber auch in Franken noch Regionen mit sehr hohen Inzidenzwerten. Zwei davon befinden sich am Freitag sogar unter den bundesweiten Top 5. 

Corona-Hotspots: Vier der fünf Regionen mit den höchsten Werten in Bayern liegen in Franken

An diesem Freitag weisen noch 14 von 37 Regionen in Franken einen Inzidenzwert von mehr als 100 auf. Vor genau einer Woche, am 30.April, waren es noch ganze 34. Eine Entspannung der Corona-Lage ist also zu beobachten - doch es gibt auch Ausnahmen im negativen Sinne. Vier Regionen (vor einer Woche waren es noch zehn) weisen einen Inzidenzwert von 200 und mehr auf, ein Landkreis hat sogar wieder die 300er-Marke geknackt. 

Aktuell hat vor allem die Region Coburg mit hohen Infektionszahlen zu kämpfen. Der Landkreis weist aktuell mit einem Wert von 303,18 den höchsten Wert in ganz Bayern auf. Deutschlandweit liegen nur noch zwei andere Regionen über diesem Wert, nämlich der Saale-Orla-Kreis (483,1) in Thüringen und der Erzgebirgskreis (305,7) in Sachsen. Platz 2 in Bayern liegt ebenfalls in Franken, nämlich die Stadt Schweinfurt. Hier liegt die Inzidenz bei 273,28 - wobei der Wert seit einigen Tagen wieder zurückgeht. Deutschlandweit liegt Schweinfurt auf Platz 5. Platz 3 und 5 in Bayern gehen ebenfalls an Franken. Auf dem dritten Rang liegt die Stadt Coburg mit einer Inzidenz von 238,61 und an fünfter Stelle die Stadt Hof mit 216,04. Dazwischen liegt noch der Landkreis Unterallgäu mit einer Inzidenz von 220,17.

Die zwei fränkischen Corona-Hotspots haben sich am Freitag öffentlich an das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gewandt. Die Oberbürgermeister von Coburg und Schweinfurt haben eine klare Forderung an Gesundheitsminister Klaus Holetschek: mehr Impfstoff. 

Appell an Holetschek: Coburg und Schweinfurt wollen mehr Corona-Impftstoff

Coburg erhalte laut einer gemeinsamen Pressemitteilung von Stadt und Landratsamt "viel weniger Impfstoff als andere Landkreise in der Region". Dies sei laut OB Dominik Sauerteig mit ein Grund für die derzeit angespannte Corona-Situation vor Ort. Während die Impfquote bei Erstimpfungen in Coburg am Freitag bei knapp über 30 Prozent liege, sei sie in den umliegenden Landkreisen zum Teil bis zu zehn Prozentpunkte höher. Politiker aus der Region Coburg haben deshalb einen gemeinsamen Brief an Holetschek verfasst. „Der Wettlauf gegen das Virus“, heißt es darin, sei zum „Wettrennen der Impfzentren bzw. der Regionen mutiert.“ Obwohl in den Coburger Impfzentren noch nie eine Impfdosis mangels Nachfrage verworfen wurde, seien Stadt und Landkreis im Vergleich „abgehängt“.  

Aus Schweinfurt sind ähnliche Forderungen zu hören - allerdings ohne den Vorwurf der Ungleichbehandlung der Landkreise in Bayern. Oberbürgermeister Sebastian Remelé wandte sich aber ebenfalls in einem Schreiben an Staatsminister Holetschek, um ein Sonderkontingent an Corona-Impfstoff zu bekommen. „Da kein konkretes Ausbruchsgeschehen in der Stadt Schweinfurt ausgemacht werden kann, müssen wir weiter von einem diffusen Infektionsgeschehen ausgehen. Das bedeutet, wir müssen damit rechnen, dass kurz- und mittelfristig keine erhebliche Entlastung der Situation eintritt. Wir brauchen daher dringend mehr Impfstoff für mehr Sicherheit“, erklärt der Schweinfurter OB.

Diese Städte und Landkreise weisen aktuell den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert in Franken auf:

  1. Landkreis Coburg: 303,18
  2. Stadt Schweinfurt: 273,28
  3. Stadt Coburg: 238,61
  4. Stadt Hof: 216,04
  5. Stadt Nürnberg: 199,09
  6. Landkreis Schweinfurt: 196,63
  7. Landkreis Kronach: 185,79
  8. Stadt Fürth: 184,44
  9. Landkreis Lichtenfels: 178,21
  10. Landkreis Hof: 143,46

Einer schafft es unter 50: Landkreis Kitzingen mit niedrigster Inzidenz in Franken

Spitzenreiter im positiven Sinne ist der Landkreis Kitzingen. Am Freitag (07.05.2021) weist er als einziger Landkreis in Franken einen Inzidenzwert unter 50 auf (48,27). Lediglich der Landkreis Neustadt an der Waldnaab und die Stadt Passau haben im Freistaat Bayern niedrigere Werte. 

Ebenfalls auf einem guten Weg ist weiterhin die Stadt Bamberg. Mit einer Inzidenz von 55,67 liegt sie von hinten betrachtet auf Platz 4 in Bayern. Und immerhin noch ein weiterer Landkreis in Franken kommt auf eine Inzidenz von unter 70, nämlich der Landkreis Würzburg (65,93.)

Diese Städte und Landkreise weisen aktuell den niedrigsten 7-Tage-Inzidenzwert in Franken auf:

  1. Landkreis Kitzingen: 48,27
  2. Stadt Bamberg: 55,57
  3. Landkreis Würzburg: 65,93
  4. Landkreis Main-Spessart: 72,92
  5. Stadt Schwabach: 73,20
  6. Landkreis Bayreuth: 74,28
  7. Stadt Erlangen: 76,43
  8. Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge: 78,45
  9. Landkreis Erlangen-Höchstadt: 80,87
  10. Stadt Würzburg: 85,20

Fazit: Am Freitag (07.05.2021) ist weiterhin eine Entspannung der Corona-Lage in Franken zu beobachten. Im Großen und Ganzen sinken die Inzidenzwerte kontinuierlich, weshalb der Schritt zu weiteren Lockerungen in Bayern einleuchtet. Dennoch befinden sich in der Region weiterhin einzelne Hotspots, die im bundesweiten Vergleich hohe Infektionszahlen vorweisen. Man kann also noch nicht sagen, dass die dritte Infektionswelle im Griff ist.

Die von inFranken.de berücksichtigten Infektionszahlen basieren auf Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI), der zentralen Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland. Als selbstständige Bundesoberbehörde erfasst das Institut kontinuierlich die aktuelle Covid-19-Lage. Die Auswertungen des RKI beruhen wiederum auf den übermittelten Meldedaten der jeweiligen Gesundheitsämter. Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie lesen Sie in unserem Corona-Liveticker.

 

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