Ein mutmaßlicher Pilotenfehler hat am Flughafen Nürnberg einen Großeinsatz ausgelöst. Auch in den Vorjahren sorgten Zwischenfälle rund um den Airport überregional für Schlagzeilen.
Am 13. Oktober 2026 hat ein Funkproblem an Bord einer Passagiermaschine einen Großeinsatz am Flughafen Nürnberg ausgelöst. Eine Boeing 737-800 von Corendon Airlines sendete auf dem Flug von Korfu nach Nürnberg den Notfallcode "7500", der für eine Entführung steht. Beim anschließenden Großeinsatz waren auch Eurofighter des taktischen Luftwaffengeschwaders 74 beteiligt.
Die Ursache war laut Corendon Airlines eine kurzzeitige Störung des Funkkommunikationssystems, die Polizei spricht von einem zusätzlichen Fehler beim Tippen des Notfallcodes. Der Flughafen war vorübergehend gesperrt worden. Ein Blick zurück zeigt: Es ist nicht der erste Vorfall rund um den Nürnberger Airport, der für Schlagzeilen sorgte.
Landeklappen defekt: Maschine aus Ägypten muss außerplanmäßig am Flughafen Nürnberg landen
Der Pilot habe einmal durchstarten müssen, bevor die Sicherheitslandung gelungen sei, teilte der Flughafen damals mit. Vorsorglich waren Hilfskräfte auf das Vorfeld geschickt worden, darunter die Feuerwehr und der BRK‑Kreisverband Nürnberg-Stadt. Nach der Landung waren die Einsatzkräfte wieder entlassen worden.
Die Airline äußerte sich seinerzeit wie folgt zu dem Vorfall: "Die anschließende Sicherheitslandung in Nürnberg verlief ohne Probleme und keiner der 146 Passagiere kam zu Schaden." Außerdem heißt es: "Zu keinem Zeitpunkt bestand eine ernsthafte Gefahr für die Passagiere und die Besatzung." Die Maschine sei untersucht und der Schaden nach internationalen Standards behoben worden, heißt es im Bericht.
Ambulanz-Jet kehrt um: Fehler am Bremssystem löst Feuerwehreinsatz am Airport aus
Am 4. März 2025 musste ein Learjet 60XR kurz nach dem Start in Nürnberg wieder umkehren. Der Ambulanz-Jet hatte eine Fehlermeldung des Anti-Blockier-Systems der Bremse angezeigt. An Bord war ein Patient gewesen.
Die Feuerwehr Almoshof, die Flughafenfeuerwehr und umliegende Wehren seien alarmiert worden. Der Patient war anschließend von einem anderen Ambulanz-Jet abgeholt worden.
Das Wartungsunternehmen Aero-Dienst hatte erklärt, der Fehler sei nicht gravierend gewesen und man hätte den Flug fortsetzen können. Man habe sich aber entschieden, den Learjet zum Airport Nürnberg zurückzuholen und stattdessen ein anderes Flugzeug desselben Typs einzusetzen. Die betroffene Maschine sei repariert worden und noch am selben Tag wieder einsatzbereit gewesen.
Scheibenriss im Cockpit: Passagiere bangen bei Sicherheitslandung in Nürnberg
Eine 48-jährige Passagierin aus Bamberg schilderte inFranken.de damals die Stimmung an Bord wie folgt: "Manche haben leise geweint, manche haben gebetet." Sie sagte außerdem: "Wenn das schiefgeht, wie schnell dann alles zu Ende sein kann. So etwas erlebt man nicht alle Tage."
Die Passagiere reisten anschließend mit einem Ersatzflugzeug weiter. Die beschädigte Maschine wurde repariert.
Druckabfall im Flieger nach Mallorca: Passagiere erleben "Höllenflug"
Im Flugzeug lag ein Geruch nach verschmortem Kunststoff in der Luft, zudem fielen die Sauerstoffmasken herab, lieferten jedoch kaum Atemluft. Passagier G. Kellermann (46) beschrieb inFranken.de die Situation seinerzeit so: "Die Maske gab nach kurzer Zeit keinen Sauerstoff mehr, die hat sich wie ein Vakuum zusammengezogen. Meine Frau hatte Angst, zu ersticken."
Nach der Landung klagten 37 Passagiere über Tinnitus und Trommelfellschmerzen. Kellermann sagte über diesen Moment: "Nach der Landung wurden dann mit einem Mal die Türen geöffnet. Ich bin kein Experte, aber der Druckunterschied war so enorm, es hat einen riesigen Knall gegeben, wie eine Explosion. Dabei sind bei mehreren der Passagiere die Trommelfelle geplatzt. Das Blut lief ihnen aus den Ohren." Viele Betroffene waren in Kliniken gebracht und die Maschine in Basel untersucht worden.
Von der Landebahn abgekommen: Onur-Air-Maschine bleibt im Gras stehen
Am 23. Dezember 2019 kam eine Maschine von Onur Air nach der Landung am Flughafen Nürnberg von der Rollbahn ab. Das Flugzeug blieb auf einem Grünstreifen stehen. An Bord befanden sich rund 140 Passagiere. Verletzt wurde niemand. Polizei und Rettungskräfte rückten aus, die Passagiere wurden mit Bussen zum Terminal gebracht.
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.