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Nürnberg
Verbot

Corona-Krise: Fränkische Event-Agentur stellt düstere Prognose für Zukunft auf

Es ist offiziell: Großveranstaltungen bleiben bis 31. August 2020 untersagt. Für viele Veranstalter bedeutet das große Verluste. Christoph Dietz von "werk:b events" stellt eine düstere Prognose auf: "Es wird ein großes Aussieben stattfinden."
 

Es wird ein Sommer der besonderen Art. Bund und Länder beschlossen ein Verbot für Großveranstaltungen bis 31. August 2020. Keine Konzerte, keine Festivals und keine Sportveranstaltungen – alles Aspekte, ohne die ein Sommer bisher unmöglich schien - bis zum Ausbruch des Coronavirus.

Für Christopher Dietz, Geschäftsführer der Eventagentur werk:b events GmbH in Nürnberg, hat das schwerwiegende Folgen: "Das ist dramatisch", sagt er NEWS5. 

Corona-Krise gefährdet Lebenswerk

Das Verbot von Großveranstaltungen ist ein schwerer Schlag für Dietz. „Bei uns, mit unseren starken Peaks des Sommers und Winters, wird die Thematik von 100 auf 0 über mehrere Monate andauern. Das bedeutete für uns anfangs: Können wir unser Firmengebilde überhaupt retten?“

Die erste Ungewissheit habe er jetzt überwunden: Ja, er wolle sein Lebenswerk retten. Die wirtschaftlichen Konsequenzen werden laut Dietz aber im ganzen Land enorm sein: „Über Gastronomie, Veranstalter und Veranstaltungen: Es wird ein großes Aussieben stattfinden.“ Viel werde wegbrechen. 

Trotz allem begrüßt er die frühzeitige Entscheidung der Regierung: „Jetzt weiß jeder, woran er ist.“ Natürlich sei es im ersten Moment ernüchternd, so Dietz. "Aber es hilft für die Planungssicherheit und für die Transparenz nach außen. Wir müssen uns dem beugen, was Spezialisten und unsere Bundesregierung zusammen erarbeiten. Man muss den Weg absolut mitgehen."

Für ihn werde es allerdings ein zäher Sommer, betont er weiter. Aber auch bei einer späteren Entscheidung der Regierung habe er keine Hoffnung für Veranstaltungen gehabt: „Es schwebt doch noch alles zu stark mit. Wir sollten uns für solche Art Veranstaltungen wohl und frei fühlen, ohne Beschwerden und voller Freude sein.“ Und das halte er in diesem Jahr einfach nicht für möglich.