Nach einem SEK-Einsatz in Nürnberg hat sich ein Sprecher nun zu den Hintergründen geäußert. Zuerst hatten sich die Polizei mit Details zurückgehalten, da diese den Einsatz hätten behindern können.
Eine vermeintlich bewaffnete Person hat in der Nürnberger Südstadt einen SEK-Einsatz ausgelöst. Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken berichtet, meldeten Zeugen am Dienstagnachmittag (19. März 2024) gegen 17 Uhr über den Notruf einen vermeintlichen Streit zwischen mehreren Beteiligten in einem Mehrfamilienhaus in der Gibitzenhofstraße.
Laut den Zeugenaussagen habe sich eine an dem Streit beteiligte Person schließlich in eine Wohnung im Erdgeschoss des Hauses begeben. Im Zuge der ersten Ermittlungen hätten sich Anhaltspunkte dafür ergeben, dass sich in der betreffenden Wohnung eine oder mehrere Schusswaffen befänden, hieß es.
SEK stürmt Wohnung in Nürnberg und findet Schreckschusswaffe
Das umliegende Gebiet sei weiträumig abgesperrt worden. Nachdem die von der Polizei hinzugezogenen Einsatzkräfte der Verhandlungsgruppe Nordbayern keinen Kontakt zu der vermeintlichen Person in der Wohnung herstellen konnten, betraten SEK-Beamte demnach schließlich die Wohnung und fanden lediglich die Schreckschusswaffe. Es werde nun wegen des Verdachts mehrerer Körperverletzungsdelikte ermittelt, teilte die Polizei mit. Am gestrigen Abend hatte sich ein Sprecher mit Informationen auf Nachfrage von inFranken.de zurückgehalten, da diese den Einsatz hätten behindern können. Warum es zu dem vermeintlichen Streit gekommen sein soll, ist derzeit noch unklar.
Im Zuge des Einsatzes wurde nach Polizeiangaben eine Person festgenommen. Sie habe zuvor die Polizeiabsperrung ignoriert und sei von Beamten angesprochen worden, erklärte der Sprecher. Eine Gefahr für die Anwohner hätte aber zu keinem Zeitpunkt bestanden.