Ganze 1399 Kilometer legt ein vom Balkan kommender Autotransporter zurück, bis er von der fränkischen Polizei gestoppt wird. Bei der Kontrolle werden erhebliche Mängel festgestellt.
Die Nürnberger Verkehrspolizei hat in der vergangenen Woche einen Autotransporter gestoppt, der nicht nur mit insgesamt acht Autos beladen war, sondern auch eine schockierende Liste an Mängeln aufwies. Das schreibt die Polizei Mittelfranken auf ihrer Facebook-Seite. Das Gespann war nicht nur zu lang und zu hoch beladen, sondern offenbar auch eine echte Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer.
Ein Team des Schwerverkehrskontrolltrupps bemerkte in einer weiteren Kontrolle massive Mängel an dem Lastwagen. "Der zuständige Kfz-Meister stellte fest, dass die Bremse der ersten Achse des Anhängers auf der rechten Seite nicht funktionierte. Die Bremse der zweiten Achse des Anhängers auf der rechten Seite war fest und somit überhitzt", berichten die Beamten in ihrem Post.
Polizei zieht Autotransport aus dem Kosovo aus dem Verkehr
Doch damit nicht genug: "Im Fehlerspeicher war außerdem ein ABS-Fehler abgelegt. Darüber hinaus war die Arretierung des Lenkrades defekt, sodass die Verstellung durchgehend lose war. Im Stand war die Lenkung zudem blockiert, weshalb nur ein Lenkradeinschlag von 190 Grad möglich war", heißt es weiter.
Trotz dieser erheblichen Mängel legte der im Kosovo gestartete Autotransporter nach Angaben der Polizei ganze 1399 Kilometer zurück. Die Polizei unterband aufgrund "diverser gefährlicher Mängel" die Weiterfahrt. Gegen den 41-jährigen Fahrer leiteten die Beamten ein entsprechendes Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren ein. Weiter wurde gegen das kosovarische Transportunternehmen ein Vermögensabschöpfungsverfahren eingeleitet.
In den Facebook-Kommentaren unter dem Beitrag herrscht Entsetzen. "Ich möchte nicht wissen, was wäre passiert, wenn der Lkw auf ein Stauende gefahren wäre", kommentiert etwa eine Nutzerin. Eine weitere Userin schreibt: "Wie lebensmüde kann man eigentlich sein?"