Fränkisches Naturwunder: Natursteinbrücke und Karsthöhle als Geheimtipps

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Hohler Fels in Happurg
Der Hohle Fels in Happurg ist eines der Höhepunkt des Panoroma-Wanderwegs im Nürnberger Land.
Hohler Fels in Happurg
Bernd Hölzel/urlaub.nuernberger-land.de
Felsformationen auf dem Gipfel des Houbirg bei Happurg
16 Meter lang und 6 Meter hoch: Die Höhle 'Hohler Fels" bei Happurg.
Felsformationen auf dem Gipfel des Houbirg bei Happurg
Harald Lueder/fotografci/Adobe Stock (677743187)
Hohler Fels (Happurg) - Außenansicht
Vom Hohlen Fels auf der Houbirg in Mittelfranken aus hat man eine schöne Aussicht auf den Stausee.
Hohler Fels (Happurg) - Außenansicht
Picblick/CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=107687601
Hohle Fels
Die Höhle «Hohler Fels» gehört jetzt zum Weltkulturerbe der Unesco. Foto: Stefan Puchner
Hohle Fels
 

Mit der Natursteinbrücke und dem Hohlen Fels bietet der Happurger See Natur und Geschichte zum Entdecken. Die Region ist perfekt für Wanderungen und Fotomotive.

Die Natursteinbrücke am Happurger See ist ein wahres Highlight für Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte. Eingebettet in die Houbirg-Karstlandschaft bietet sie nicht nur beeindruckende Felsformationen, sondern auch spannende Einblicke in die Vergangenheit der Fränkischen Alb. 

Wer die Umgebung besucht, erlebt nicht nur eine schöne Landschaft, sondern auch einen Einblick in die Geschichte der Region. Die Natursteinbrücke und die benachbarte Höhle "Hohler Fels" sind eng mit der Entwicklung der Fränkischen Alb verbunden und bieten einen guten Übergang zu den spannenden Hintergründen, die sich hier verbergen. 

Die Geschichte des Naturspektakels "Hohler Fels" am Happurger See

Beim "Hohlen Fels" handelt es um eine Karsthöhle auf der Houbirg bei Happurg. Sie misst rund 16 Meter in der Länge und sechs Meter in der Höhe. Aufgrund archäologischer Funde aus der Steinzeit und der Urnenfelderzeit wurde sie als Bodendenkmal in die Bayerische Denkmalliste aufgenommen. Diese dient dem Freistaat Bayern als wichtiges Instrument, um historische Stätten zu dokumentieren und zu schützen. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in der Höhle zahlreiche Fundstücke entdeckt. Dazu gehören Werkzeuge und Keramikreste, aber auch Knochen eiszeitlicher Tiere. Unter den identifizierten Arten finden sich Höhlenbär, Höhlenhyäne, Wildpferd, Riesenhirsch, Rentier und Wollnashorn. Die Funde zeigen, wie lange der Ort bereits genutzt und von Menschen wie Tieren aufgesucht wurde.

Auch die Natursteinbrücke selbst bietet viele Eindrücke. Besonders zu Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang entsteht ein warmes Lichtspiel auf den Felsen, das viele Fotografen anzieht. Gleichzeitig leben in der Umgebung zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die hier gute Bedingungen finden. In alten Erzählungen der Region taucht die Brücke zudem immer wieder auf. Geschichten über verborgene Schätze oder rätselhafte Begegnungen verleihen der Felsformation bis heute eine geheimnisvolle Note. 

Das fränkisches Naturwunder am Happurger See liegt im Landkreis Nürnberger Land in Mittelfranken. Es befindet sich etwa 30 Kilometer östlich von Nürnberg und ist Teil der idyllischen Landschaft rund um den Happurger Stausee. Damit ist das Ausflugsziel eingebettet in die Houbirg-Karstlandschaft, eine Region mit beeindruckenden Felsformationen und historischem Hintergrund.

Wanderungen um den Happurger See – unsere Lieblingswege

Die Wanderwege rund um den Happurger See bieten euch verschiedene Möglichkeiten, die Landschaft zu erkunden. Eine der beliebtesten Routen ist die moderat begehbare Stausee-Runde, die sich gut für einen entspannten Ausflug eignet. Auf den 9,23 Kilometern erwarten euch mehrere Aussichtspunkte und abwechslungsreiche Stationen, die den Weg kurzweilig machen. Da der Startpunkt sowohl mit Bus und Bahn als auch mit dem Auto gut erreichbar ist, eignet sich die Tour für viele Ausflügler. Unterwegs kommt ihr am Hohlen Fels vorbei und könnt an Kneippanlagen oder Raststellen am Wasser eine Pause einlegen. Für die Strecke solltet ihr etwa drei Stunden einplanen, was sie besonders für Familien und Einsteiger attraktiv macht.

Eine weitere Möglichkeit ist der Hohe Fels Wanderweg über den Houbirg. Diese Route beginnt am Reckenberg und führt euch durch eine abwechslungsreiche Landschaft, in der ihr die Besonderheiten des Houbirg entdecken könnt. Das Felsentor beim Hohlen Fels bildet auch hier den Höhepunkt der Tour. Da der Weg nur rund 4,5 Kilometer lang ist und einen Höhenunterschied von 150 Metern aufweist, lässt er sich in etwa zwei Stunden gut bewältigen.

Wenn ihr eine größere Herausforderung sucht, bietet sich die umfassende Wanderroute um die Houbirg an. Ausgangspunkt ist ebenfalls der Wanderparkplatz in Reckenberg. Von dort führt euch die Rotpunkt-Strecke direkt zum Hohlen Fels. Anschließend geht es weiter über das Steinerne Gaßl zur Happurger Quelle und entlang des GEO-Pfads, der viele spannende Einblicke in die Natur bietet. Mit einem Anstieg von 402 Metern und einem Abstieg von 398 Metern zählt die Tour zu den anspruchsvolleren Wegen. Für die rund sieben Kilometer lange Strecke benötigt ihr mehr als drei Stunden, wodurch sie sich vor allem für geübte Wanderer eignet.

Mit dem Auto ist die Natursteinbrücke über die Bundesstraße B14 zu erreichen (Ausfahrt Richtung Happurg/Förrenbach). Für Gäste, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, gibt es eine Zugverbindung bis Hersbruck, anschließend Busverbindung nach Happurg. Parkplätze befinden sich direkt am Happurger See (auf Google Maps, Adresse: Happurger See, Dorfstraße 22, 91230 Happurg).

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