Im Jahr 2025 meldete eine fränkische Brauerei Insolvenz an. Seit Jahresanfang läuft der Betrieb jedoch wieder - mit neuem Namen und neuem Unterstützer.
"Mit großem Bedauern sehen wir uns derzeit einer äußerst herausfordernden Situation gegenüber, die die Zukunft der Spessart Brauerei auf eine harte Probe stellt". So wandte sich der Geschäftsführer der ehemaligen Kreuzwertheimer Spessart-Brauerei, Oliver Heitjans, im August letzten Jahres auf der Plattform LinkedIn an die Öffentlichkeit. Das Sudhaus hatte ein Leck und musste repariert werden.
Trotz gut laufendem Geschäft und vollen Auftragsbüchern stimmte die Bank keiner Finanzierung zu, heißt es in der Mitteilung. So war die Brauerei, deren Geschichte mehr als 150 Jahre zurückreicht, gezwungen, Insolvenz anzumelden. Mit der Spessart-Brauerei ist es nun also zu Ende, allerdings geht es seit dem 1. Januar 2026 schon wieder weiter - unter neuem Namen und mit neuer Unterstützung.
Neustart nach Insolvenz: Aus Spessart-Brauerei wird Brauhaus Spessart GmbH
Diesen Neubeginn kündigte der Geschäftsführer Oliver Heitjans am 8. Januar 2026 ebenfalls per Pressemitteilung auf LinkedIn an. Darin heißt es, dass die Brauhaus Spessart GmbH zum Jahresanfang alle Anteile der Spessart Brauerei GmbH übernehme. Dieses Wiederaufleben wurde demnach durch einen neuen Mitgesellschafter möglich gemacht.
Ab sofort beteilige sich Rainer Kurtz als regionaler Mitgesellschafter. Er ist Beiratsvorsitzender des Maschinenbaukonzerns Kurtz Ersa, der seinen Sitz ebenfalls im Spessart hat. Christian Maier, der Gesellschafter des Brauhauses, freut sich über diese Unterstützung: "Eine wertvolle Bestätigung unseres Konzepts". Zudem sei vorgesehen, dass sich noch ein weiterer Gesellschafter an der Brauhaus Spessart GmbH beteiligen werde, schreibt Heitjans.
"Aufgrund laufender Abstimmungen kann hierzu derzeit noch keine nähere Auskunft gegeben werden. Eine entsprechende Bekanntgabe erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt", erklärt er weiter. Welche neuen Produkte, Projekte und Veranstaltungen im Zuge des Neustarts des Brauhauses auf die Kunden warten, werde ebenfalls in den kommenden Monaten verkündet. Für eine Brauerei im Kreis Bamberg gab es indes keine Zukunft. Im September 2025 musste sie schließen.