ICE-Tür in Franken bei Tempo 200 geöffnet - Polizei ermittelt unter Passagieren

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ICE in Schönraintunnel im Kreis Main-Spessart mit Nothalt
Im Schönraintunnel (Kreis Main-Spessart) öffnete sich während der Fahrt eine Tür des ICEs, was einen Großeinsatz auslöste.
ICE in Schönraintunnel im Kreis Main-Spessart mit Nothalt
Pascal Höfig (NEWS5)/Collage: inFranken.de
Ermittlungen nach ICE-Nothalt in Schönraintunnel
Im Schönraintunnel (Kreis Main-Spessart) öffnete sich während der Fahrt eine Tür des ICEs, was einen Großeinsatz auslöste.
ICE in Schönraintunnel im Kreis Main-Spessart mit Nothalt
Pascal Höfig (NEWS5)/Collage: inFranken.de
Ermittlungen nach ICE-Nothalt in Schönraintunnel
Reisende sitzen in einem ICE, der am Bahnhof in Lohr am Main (Kreis Main-Spessart) steht. Im Schönraintunnel öffnete sich während der Fahrt eine Tür des ICEs, was einen Großeinsatz auslöste.
ICE in Schönraintunnel im Kreis Main-Spessart mit Nothalt
Pascal Höfig (NEWS5)
Ermittlungen nach ICE-Nothalt in Schönraintunnel
Ein Zug der DB Notfalltechnik steht im Schönraintunnel (Kreis Main-Spessart). Während der Fahrt in dem Tunnel öffnete sich eine Tür des ICEs, was einen Großeinsatz auslöste.
ICE in Schönraintunnel im Kreis Main-Spessart mit Nothalt
NEWS5 / Pascal Höfig (NEWS5)

Als ein ICE mit rund 200 Kilometern pro Stunde durch einen Tunnel im Kreis Main-Spessart rast, öffnet sich plötzlich eine Tür. Wer hat die Notentriegelung betätigt? Forderungen nach Überwachung werden laut.

Update vom 10.09.2026, 9.22 Uhr: Polizei ermittelt unter Passagieren

Nach der Öffnung einer ICE-Tür bei Tempo 200 in Unterfranken Anfang September sucht die Bundespolizei weiterhin nach dem Verursacher oder der Verursacherin. "Die Ermittlungen laufen nach wie vor", sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Würzburg. Eine verdächtige Person sei bisher nicht ermittelt worden. 

Vor einer Woche hatte sich eine Tür im hinteren Teil des ICE 528 bei voller Fahrt geöffnet. Der Lokführer stoppte den Zug, der am Eingangsportal eines Tunnels bei Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) stehen blieb. Die 238 Reisenden und acht DB-Mitarbeiter an Bord wurden nicht verletzt. 

Die Bundespolizei und die Deutsche Bahn schließen eine technische Panne aus. Die Notentriegelung der Tür war laut Bundespolizei beschädigt worden - ob absichtlich oder versehentlich, war jedoch unklar.  Die Bundespolizei hatte die Personalien der gut 120 Passagiere im hinteren Teil noch in der Nacht nach dem Nothalt aufgenommen, um diese zu befragen. Zu dem Stand machte der Sprecher keine Angaben. 

Pro Bahn fordert Überwachungskameras in Zügen

Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert nach dem Vorfall, dass Überwachungskameras in den Einstiegsbereichen von Fernzügen eingebaut werden müssten. "Genau dieser Bereich, der Einstieg mit Türen und Vorraum, ist die Stelle, an der solche Eingriffe passieren, und dort schafft eine Kamera Klarheit, ohne die Reisenden im Wagen zu filmen", sagte der Bundesvorsitzende Lukas Iffländer der "Neuen Osnabrücker Zeitung". 

Die Aufnahmen sollten ohne Live-Beobachtung nur wenige Tage im Ringspeicher verbleiben und ausschließlich bei konkretem Anlass an Ermittlungsbehörden übergeben werden, heißt es von Pro Bahn weiter. Eine flächendeckende Videoüberwachung des gesamten Zuges lehnt der Fahrgastverband dagegen ab.

Update vom 03.09.2026, 15.44 Uhr: Polizei sucht Hinweise zu offener ICE-Tür bei Tempo 200

Nachdem eine während der Fahrt geöffnete Tür für den Nothalt eines ICEs gesorgt hat, läuft die Suche nach dem Täter. Zuvor hatte die Polizei mitgeteilt, dass die Notentriegelung der Tür beschädigt worden sei. Die Notknöpfe für die Öffnung der Zugtüren sind durch Plexiglasscheiben gesichert – in dem betroffenen ICE war diese laut Polizei aus zunächst unbekannten Gründen eingeschlagen. Einen technischen Defekt schließen sowohl die Ermittler als auch die Deutsche Bahn aus. 

Ob die Notentriegelung absichtlich oder versehentlich beschädigt wurde, war zunächst unklar. Einen "konkreten Tatverdächtigen" gebe es laut einem Polizeisprecher bislang nicht.

Der Triebwagenführer hatte die offene Tür im hinteren Zugteil am Dienstagabend (1. September 2026) gegen 20.15 Uhr bei einem Tempo von rund 200 Kilometern pro Stunde bemerkt und den Zug im Eingangsportal des Schönraintunnels bei Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) gestoppt. Zu dem Zeitpunkt befanden sich 238 Reisende und acht DB-Mitarbeiter an Bord. Diese konnten später am Bahnhof Lohr aussteigen, wo die Polizei die Identitäten der Reisenden aus dem hinteren Zugteil, der nicht mit einem Durchgang mit dem vorderen Teil verbunden war, feststellte und sie als mögliche Zeugen befragte.

Suche verlief ergebnislos

Zuvor hatte ein großes Aufgebot von Einsatzkräften die Strecke zwischen Rohrbach und dem Tunneleingang bei Wiesenfeld abgesucht, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass jemand aus dem Zug gestürzt und verletzt worden war. Die Polizei setzte dafür eine Drohne, einen Hubschrauber mit Wärmebildtechnik und eine Hundestaffel ein. Außerdem überprüften die Beamten, ob Gepäck aus dem Zug gefallen war. Dunkelheit und unwegsames Gelände hätten die Suche "besonders schwierig" gestaltet, hieß es. Gefunden wurde jedoch nichts. Die Bahnstrecke wurde gegen 2.30 Uhr wieder freigegeben. Die Streckensperrung verursachte bei 125 Zügen eine Verspätung. Zu Zugausfällen kam es den Angaben zufolge nicht. ami/mit dpa

Update vom 02.09.2026, 12.24 Uhr: Kein technischer Defekt bei ICE-Tür

Nachdem eine während der Fahrt geöffnete Tür für den Nothalt eines ICEs gesorgt hat, ist klar, dass die Notentriegelung der Tür betätigt worden ist. Das teilte die Bundespolizei am Mittwochmittag (2. September 2026) mit. Warum dies geschah, sollen nun die Ermittlungen klären. Die Notknöpfe für die Öffnung der Zugtüren sind durch Plexiglasscheiben gesichert – in dem betroffenen ICE war diese laut Polizei aus zunächst unbekannten Gründen eingeschlagen. Die Beamten ermitteln wegen Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen. Die Suche nach dem Täter läuft.

Zuvor hatte die Deutsche Bahn einen technischen Defekt als Ursache ausgeschlossen. Eine Störung am Zug habe laut einer Bahn-Sprecherin nicht vorgelegen. "Türen im ICE öffnen sich nicht einfach während der Fahrt." Zur Frage, ob jemand die Tür mutwillig geöffnet haben könnte, äußerte sich die DB nicht.

Der Triebwagenführer hatte die offene Tür im hinteren Zugteil am Dienstagabend (1. September 2026) gegen 20.15 Uhr bei einem Tempo von rund 200 Kilometern pro Stunde bemerkt und den Zug im Eingangsportal des Schönraintunnels bei Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) gestoppt. Zu dem Zeitpunkt befanden sich 238 Reisende und acht DB-Mitarbeiter an Bord. Diese konnten später am Bahnhof Lohr aussteigen, wo die Polizei die Identitäten der Reisenden aus dem hinteren Zugteil feststellte und sie als mögliche Zeugen befragte.

Verspätung bei über 100 Zügen wegen Streckensperrung

Zuvor suchte ein großes Aufgebot von Einsatzkräften die Strecke zwischen Rohrbach und dem Tunneleingang bei Wiesenfeld ab, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass jemand aus dem Zug gestürzt und verletzt worden war. Die Polizei setzte dafür eine Drohne, einen Hubschrauber mit Wärmebildtechnik und eine Hundestaffel ein. Außerdem überprüften die Beamten, ob Gepäck aus dem Zug gefallen war. Dunkelheit und unwegsames Gelände hätten die Suche "besonders schwierig" gestaltet, hieß es. Gefunden wurde jedoch niemand. Die Bahnstrecke wurde gegen 2.30 Uhr wieder freigegeben. Die Streckensperrung verursachte bei 125 Zügen eine Verspätung. Zu Zugausfällen kam es den Angaben zufolge nicht. ami/mit dpa

Ursprungsmeldung vom 02.09.2026, 7.20 Uhr: ICE mit Nothalt in Tunnel - bis zu 300 Kräfte im Einsatz

Eine geöffnete Tür in einem ICE hat am Schönraintunnel nahe dem Karlstädter Gemeindeteil Wiesenfeld (Kreis Main-Spessart) für eine Notbremsung gesorgt und einen größeren Rettungseinsatz ausgelöst. Die Tür habe sich im hinteren Teil des Zugs befunden, der am Dienstagabend (1. September 2026) gegen 20.15 Uhr von München nach Dortmund unterwegs gewesen sei, teilte die Polizei mit. Zu dem Zeitpunkt sei der ICE mit 238 Reisenden rund 200 Kilometer pro Stunde schnell gewesen.

Der Triebfahrzeugführer leitete den Angaben zufolge sofort eine Notbremsung ein. Bundes- und Landespolizei, Feuerwehren und Rettungsdienste suchten anschließend die Strecke zwischen Rohrbach und dem Tunneleingang bei Wiesenfeld ab. Die Polizei setzte dafür eine Drohne, einen Hubschrauber mit Wärmebildtechnik und eine Hundestaffel ein. Dunkelheit und unwegsames Gelände hätten die Suche "besonders schwierig" gestaltet, so die Polizei.

Die erste Meldung, dass Menschen von dem Zug erfasst worden seien, habe sich nicht bewahrheitet. Jedoch habe zunächst nicht ausgeschlossen werden können, dass Reisende durch den Fahrwind nach draußen gezogen wurden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Einsatz sei "auf keinen Fall" alltäglich gewesen. Teilweise sollen bis zu 300 Einsatzkräfte rund um den ICE gearbeitet haben.

ICE mit Nothalt in Schönraintunnel - Ursache für geöffnete Tür unklar

Nachdem die Einsatzkräfte entlang der Strecke keine Menschen fanden, fuhr der ICE laut der Polizei zum Bahnhof Lohr weiter. Wie der Feuerwehrsprecher erklärte, hätten die Fahrgäste aus dem vorderen Teil des zweigeteilten Zugs direkt in Ersatzbusse umsteigen können. Die Reisenden aus dem hinteren Teil seien nochmals von der Polizei kontrolliert worden. Die Ermittlungen laufen. Dafür stellte die Polizei die Identitäten der Reisenden fest und befragte sie als mögliche Zeugen. Warum sich die Tür öffnete, war zunächst unklar.

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