Zahlreiche Opernpartien umfasst das weitreichende Repertoire von Timothy Sharp. Auch im Konzert ist er vom Barock bis zur Moderne ein gefragter Sänger. Seine ganz besondere Liebe allerdings gehört dem deutschen Kunstlied. Geschult durch zahlreiche Kurse, unter anderem bei Dietrich Fischer-Dieskau, hat er hier seinen Stil ausprägen und verfeinern können.
Dass er sich nun als schon mehrfach eingeladener Gast in der Alten Vogtei am 15. Januar um 17 Uhr dem wohl berühmtesten Liederzyklus der deutschen Romantik widmet, darf mit besonderer Freude erwartet werden: Schuberts "Winterreise", begleitet am Klavier von der gebürtigen Französin Verena Louis.


Auftritte in ganz Europa

Timothy Sharp studierte an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin in der Klasse von Norma Sharp und besuchte Meisterkurse bei Hans Hotter, Brigitte Fassbaender, Peter Schreier und Dietrich Fischer-Dieskau. Der Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe hat sich als Liedsänger bereits einen Namen gemacht, ist aber auch ein gefragter Solist auf Konzertpodien in ganz Europa, beispielsweise in Berlin (Konzerthaus/Philharmonie), in München (Herkulessaal/ Philharmonie am Gasteig), in Stuttgart (Liederhalle), in Frankfurt (Alte Oper), in Essen (Philharmonie), im Wiener Musikverein, bei den Schwetzinger Festspielen, dem Schleswig-Holstein-Festival und dem Rheingau Musikfestival oder beim Leipziger Bachfest.
Einige seiner Konzerte wurden vom Radio aufgezeichnet und im ORF und auf Deutsch-landradio Kultur gesendet. Eine erste vielbeachtete Solo-CD mit Liedern von Schubert erschien 2006 bei Roner Records. Nach der erfolgreichen Uraufführung des Liederzyklus "Max und Moritz" nach Wilhelm Busch von Guido Rennert mit dem Deutschen Saxophon-Ensemble erschien vor kurzem die Ersteinspielung dieses Werkes bei TYXArt. Im Frühjahr 2015 erschien seine neue CD "Richard Strauss - Ein Leben in Liedern" mit Liedern von Richard Strauss.
Timothy Sharps verfügt über ein breites Spektrum an Stilistiken: vom Barock in historischer Aufführungspraxis wie die Titelpartie in Monteverdis "Il ritorno d"Ulisse in patria", über "klassische" Opernpartien wie den Grafen in "Le nozze di Figaro", den Papageno aus "Die Zauberflöte" oder den Marcello aus "La Bohéme" bis hin zur Musik der Gegenwart und des 20. Jahrhunderts.


Fester Platz in der Klavierwelt

Verena Louis wurde in Paris geboren und ist in Frankreich, Deutschland und Portugal aufgewachsen. Inzwischen nimmt sie in der Welt der Klavierpartner einen festen Platz ein, wobei sie bei den Streichern und im Liedfach gleichermaßen zuhause ist. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie an der Musikhochschule Köln. Nachdem sie selbst mehrfach auf Wettbewerben ausgezeichnet wurde, engagieren sie inzwischen nationale und internationale Wettbewerbe gerne als Begleiterin.
Seit 2006 ist Verena Louis zudem Dozentin für Korrepetition an der Wiesbadener Musikakademie.
Neben Konzertreisen als Kammermusikerin nach Italien, Frankreich, Portugal, Slowenien, in die Schweiz und die Ukraine, führten sie Auftritte zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Rheingau Musik Festival. Eine CD mit Liedern von Schubert sowie eine Reihe von Rundfunkproduktionen dokumentieren hre künstlerische Vielseitigkeit. red