"Er hat 32 Jahre lang in herausragender Art und Weise die Lichtenfelser Politik mitgeprägt", begann Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) seine Dankesworte in Richtung Werner Schütz. Der CSU-Politiker stand von 1996 bis 2002 seiner Fraktion vor und war anschließend bis 2014 Zweiter Bürgermeister.

Am 4. Februar hatte er der Stadt aber mitgeteilt, dass er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen werde. Am Montag wurde der Mistelfelder, der selbst bei der Sitzung nicht anwesend war, vom Stadtrat verabschiedet. Bürgermeister Andreas Hügerich sagte: "Wir wünschen ihm viel Kraft. Er war immer um überparteilichen Konsens zum Wohle für Lichtenfels bemüht. Was er ehrenamtlich für unsere Stadt geleistet hat, verdient größten Respekt und Anerkennung."

"Er ist ein Urgestein der CSU, das uns fehlen wird. Er hat viele Projekte der Stadt vorangebracht", sagte Ronald Kaiser, CSU-Stadtverbands-Vorsitzender, auf Anfrage unserer Zeitung über den Mann, der fast ein Drittel-Jahrhundert Mitglied des Stadtrates war.

Als Listennachfolger von Werner Schütz vereidigte Bürgermeister Hügerich dann Christian Schedel (CSU). Der 55-Jährige ist Inhaber der gleichnamigen Reundorfer Biolandbäckerei und war bereits von 2002 bis 2014 Mitglied des Gremiums.

Seine Kernkompetenz sieht Christian Schedel, der auch in den Rechnungsprüfungs- sowie Werkausschuss des Stadtrates nachrückt, im Bereich der Wirtschaftspolitik. "Ich möchte den städtischen Einzelhandel stärken und mich für die Ortsteile einsetzen", sagte der frühere "Treffpunkt"-Vorsitzende, der in dieser Funktion über viele Jahre hinweg den Korbmarkt mitorganisierte.