Nach dem erfolgreichen Start der Veranstaltungsreihe "Vereine stellen sich vor" im vergangenen Jahr führt das Stadtmarketing Lichtenfels diese Aktion auch heuer auf dem Marktplatz fort. Kürzlich haben sich acht Vereine mit ihren Aktivitäten vorgestellt, an diesem Samstag kamen vier weitere hinzu. Vereine sind wichtig für das Zusammenleben und den Zusammenhalt in einem Ort. Sie ermöglichen den Bewohnern die unterschiedlichsten Betätigungsmöglichkeiten, ob im sportlichen, musikalischen, kulturellen oder sozialen Bereich. Vor allem bieten sie Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung und sind auch hilfreich im Hinblick auf Integration.

Schwungvoller Tanz

Die Main-River-Dancers Lichtenfels hatten nicht nur einen Stand aufgebaut, sondern sie waren gleich mit mehreren Tanzpaaren vertreten, die statt mit Worten mit Tanzvorführungen zeigten, worum es bei dem von ihnen praktizierten
Square Dance geht.
Mit schnellen Figurenfolgen mit ständig wechselnden Partnern zu rasanter Musik, die Tänzerinnen zudem in attraktive Petticoats gekleidet, begeisterten sie die Zuschauer, darunter auch etliche Radlergruppen, die gerade zufällig über den Marktplatz fuhren. Eine Gruppe schloss sich sogar voller Begeisterung den Vorführungen an. "Der Square Dance ist ein amerikanischer Volkstanz, der in Gruppen zu je vier Paaren getanzt wird, wobei die Figurenfolgen durch Ansagen eines sogenannten Callers angegeben werden", erklärte Präsident Gerald Vierling. Er wies auf die regelmäßigen Tanzabende jeweils freitags von 19.30 bis 22 Uhr in der Aula der Realschule Bad Staffelstein hin, zu denen Zuschauer herzlich willkommen sind.

Begeisterung für Fußball

Mit dem FC Schney war auch ein heimischer Fußballverein vertreten, der mit zwei Herrenmannschaften an den Verbandsspielen teilnimmt und demnächst erstmals wieder seit Jahren mit einer C-Jugendmannschaft in das Wettkampfgeschehen eingreifen wird. Natürlich würde sich 1. Vorsitzender Hans-Peter Kreusel freuen, wenn sich einige weitere fußballbegeisterte Jugendliche seinem Verein anschließen würden, der im Übrigen in zwei Jahren sein 100-jähriges Bestehen feiern kann. An einer Torwand und einem Hindernisparcours konnte man sein Geschick mit dem Ball beweisen.

Aushängeschild für die Stadt

Ein Verein mit einer langjährigen Tradition ist auch der seit 88 Jahren bestehende Trachtenverein "D'Werdenfelser", der sich um die Pflege der Volkstracht und der Volkskunst mit Tanz, Gesang, Musik und Schuhplatteln große Verdienste erwarb. Durch auswärtige Auftritte, wie beispielsweise beim Festzug anlässlich der bekannten Fürther Kerwa, ist der Verein auch zu einem Aushängeschild für die Stadt geworden.
Den Lichtenfelsern sind auch noch die wunderschönen Bergwiesenfeste in Erinnerung, die die Werdenfelser seit fast 50 Jahren an Pfingsten rund um ihre Vereinshütte organisieren, aus Mangel an Helfern seit zwei Jahren allerdings nur noch in abgespeckter Form als eintägiges Hüttenfest. Der größte Wunsch des Vorsitzenden Rainer Kober wäre, wenn sich einige Kinder und Jugendliche wieder für die Trachtenbewegung begeistern könnten.

Dialog und Erinnerung

Auch die Sudetendeutsche Landsmannschaft war mit Kreisobfrau Heidi Engelhardt und dem Bezirksobmann Adolf Bernhard Markus vor Ort und stellte Informationsmaterial wie die Sudetendeutsche Zeitung zur Verfügung. Der Verband sieht im Sinne der Verständigung und Versöhnung seine Hauptaufgabe darin, den Dialog zwischen Deutschen und Tschechen zu fördern, wobei die Erinnerung an die einstige Heimat in Böhmen und Mähren erhalten bleiben soll, wie zwei Mitglieder mit ihrer original Egerländer Tracht unterstrichen.