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Triathlon

Profi-Triathlet kehrt zu seinen Wurzeln zurück

Der Michelauer Andreas Dreitz absolvierte eine besondere Trainingseinheit - unter Beobachtung eines vierköpfigen TV-Teams.
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Ein vierköpfiges Team des Bayerischen Rundfunks hat die Trainingseinheit des Triathleten Andreas Dreitz (links) begleitet.  Foto: Klaus Gagel
Ein vierköpfiges Team des Bayerischen Rundfunks hat die Trainingseinheit des Triathleten Andreas Dreitz (links) begleitet. Foto: Klaus Gagel
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"Back to the roots" lautete der Wunsch des gebürtigen Michelauers und Top-Triathleten Andreas Dreitz. Der Vorjahressieger der Challenge Roth, des weltweit größten Wettkampfs auf der Triathlon-Langdistanz, hatte den Grundstock für seinen Erfolg beim Baur-Triathlon gelegt. Dieser sollte 2020 zum 20. Mal Tausende Zuschauer in die Region Weismain locken. Doch das Coronavirus machte dem Veranstalter und den Aktiven einen dicken Strich durch die Rechnung.

Doch ruhig dasitzen kann ein Triathlet natürlich nicht. Hartes Training ist angesagt, ob mit oder ohne motivierende Wettkämpfe. Und so entschloss sich Dreitz, seine Trainingseinheit am Pfingstsonntag an den Main bei Altenkunstadt zu verlegen: "Es ist schön, wieder das Gefühl zu haben, die Sportarten wieder einmal direkt hintereinander zu absolvieren. Hier war ja mein erster Triathlon überhaupt."

Um dabei an frühere Erfolge anzuknüpfen, immerhin hat Dreitz den Baur-Triathlon dreimal gewonnen, hatte er seine gesamte Ausrüstung an die früheren Wettkämpfe angeglichen. Ein "einfaches" Rennrad ohne Scheibenräder, ein zweiteiliges, kurzärmeliges Trikot und die entsprechenden Laufschuhe.

Die Trainingseinheit, die immerhin über die volle Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) ging, wurde sogar von einem vierköpfigen Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks begleitet. Zu den Interviewpartnern gehörte neben Dreitz, der mittlerweile in Bayreuth lebt, auch Helmut Dorsch, der Kopf des Triathlon-Organisationsteams, Vater Andreas Dreitz senior sowie Läufer Kurt Herbicht und seine Partnerin Marion. Diese hatten mit ihren Tipps fürs Laufen über Langdistanzen den Grundstock dafür gelegt, dass Dreitz auch schon auf Hawaii erfolgreich war.

Nicht fehlen durfte natürlich auch Rainer Skutschik, der Trainer des Michelauers. Auch andere heimische Athleten sind nach Altenkunstadt gekommen, um ihre Form zu testen. Aber nicht alle wagten sich an die olympische Distanz. Um im Zeitfenster von Dreitz zu bleiben, wählten die meisten die Sprintdistanz (0,5 km Schwimmen, 20 km Radfahren, 7 km Laufen). Hier starteten York Weber, Frank Stuhlmann und Dorsch.

Die Wassertemperaturen im Main betrugen gerade mal 15 Grad. Die bergige Radstrecke mit wechselnden Windverhältnissen ging ebenfalls in die Beine, fast ein Sonntagsspaziergang war dagegen das Laufen von Altenkunstadt nach Weismain auf gut ausgebauten Radwegen. Die olympische Distanz bewältigten Lokalmatador Dieter Wolf sowie Jochen Franz, Christian Herold, Marco Sesselmann und Marc Schmid. Die Zeiten waren bei diesem Trainingswettkampf eher nebensächlich. kag