Fast schon Tradition hat der Lichtenfelser Kindererlebnistag, der in diesem Jahr unter dem Motto "Manege frei" Groß und Klein einlud. Neben Geschick und Köpfchen kam auch eine Benefizaktion nicht zu kurz. Das Kettenkarussell oder die Hüpfburg gehörten fast schon zum "alten Eisen" am diesjährigen Kindererlebnistag.

Die riesigen Waterballs der Firma "Hofmann - Ihr Impulsgeber" dagegen hatten immer noch exotischen Wert. Immerzu stiegen Kinder ins Innere der Riesenrollen und ließen diese um sich selbst rotieren - eine Herausforderung für den Gleichgewichtssinn. Doch auch die Geschicklichkeit war am Samstag gefragt: Beim "Bauen, Spielen, Bewegen und Knobeln" der Main Connect GmbH gab es nicht nur die klassischen Fahrzeuge und riesige Kugelbahnen für Kinder, sondern beispielsweise auch Tischkicker - ebenfalls alles aus dem Naturmaterial Holz. Auch das Spiel, bei dem man mit einer Schreibe eine andere durch das "Tor" des Gegners schießen musste, war beliebt.

Thomas Dietzel aus Schney spielte lange mit seinem sechsjährigen Enkel Linus. "Wir sind für die Kinder hier, aber für mich auch", sagt Thomas Dietzel. Sie waren auch schon bei der Vorstellung des Zauberers Markus Sperber und bei der Jugendfeuerwehr. Viele kleine und große Kinder stellten ihre Zielsicherheit unter Beweis, als sie Tennisbälle aus weiter Entfernung mit dem Wasserstrahl trafen.

Auch der 300-Liter-Faltbehälter, der sonst eher zu Pufferzwecken genutzt wird, wurde am Samstag als Erfrischungsgelegenheit anvisiert - natürlich nachdem man das Feuerwehrauto besichtigt hatte. Wer es etwas ruhiger angehen lassen wollte, konnte zuerst am Zirkus-Quiz der Stadtbücherei teilnehmen und später der Lesung "Der Esel Pferdinand - Abrakadabra einmal grauer Esel" mit Kinderbuchautorin Suza Kolb lauschen. Mit großer Interaktivität und schauspielerischer Kunst wurde aus der Lesung ein kleines Theater, während nebenan die Kinder in der Hüpfburg kreischten. "Die hat mir am besten gefallen", findet Emmy Vockentänzer aus Lichtenfels.

Aktion zugunsten "Helfen macht Spaß"

Auch Simon und Madeleine Schmidt aus Lichtenfels waren schon im Karussell ("Das war das Beste") und zeigten stolz ihre Tattoos vor. "Wenn in Lichtenfels so etwas geboten wird, sollte man das schon nutzen", gibt Mutter Stefanie Schmidt an. Besonders gefallen habe ihr die Aktion "Denkmal an...Schmuck" in der Laurenzistraße 5 für die regionale Hilfsorganisation "Helfen macht Spaß": Perle für Perle zur geschmückten Laterne. Den ganzen Tag über konnten Interessenten dort Perlen für je 1 Euro erwerben. Diese konnten an eine lange Hilfskette gefädelt und mit dem Namen versehen werden. Am dortigen Pfahl gebunden sollen sie dauerhaft an das Engagement erinnern. "Es soll ganz bunt werden. Wir möchten ein Zeichen für die Stadt setzen, gerade in unserer heutigen Zeit", so Ladeninhaberin Susanne Mohnkorn.

Viele lokale Geschäfte nutzten an diesem Tag diese Gelegenheit, ihr Angebot zu präsentieren. So hatten nicht nur die Geschäfte der Innenstadt bis 17 Uhr geöffnet, auch stellten sich Unternehmen wie die Drogeriekette dm mit Tattoos für Kinder oder die AOK Bayern mit einem eigenen Frisbee-Golf-Spiel vor.

Die Band "Fifty-Fifty" sorgte für das musikalische Wohl, und der Bäckereifachverein Lichtenfels unter anderem mit einem Weißwurst-Frühschoppen für das Kulinarische. Es herrschte ein reges Toben und Treiben, niemand störte an diesem Tag das laute Kreischen der Kinder. Wer sich genug bewegt hatte, schaute amüsiert den Auftritten der "StarmoveKids" vom INJOY Lichtenfels, den "Pezzi Kidzz" der TS Lichtenfels oder der "Dancing Starlets" der TS Unterwallenstadt zu. "Jedes Jahr geht es darum, die Stadt lebendig zu machen und zu zeigen, welche Möglichkeiten es für Kinder gibt. Natürlich ist es auch eine gute Gelegenheit, etwa für Vereine wie die Feuerwehr, Werbung für sich zu machen", gibt Michaela Deumlich vom Stadtmarketing Lichtenfels e.V. an, der zusammen mit der Aktionsgemeinschaft Treffpunkt Lichtenfels e.V. der Veranstalter dieses Tags mit freiem Eintritt ist.

Die einzigen Momente, in der so manches Kind ein langes Gesicht zog, waren wohl die teils längeren Wartezeiten vor den Attraktionen.