Gut zu tun hatten die Einsatzkräfte der Polizei Lichtenfels anlässlich der Kollegstufenparty der zwölften Klasse des Gymnasiums am Freitagabend in der Stadthalle Lichtenfels. Das berichtet die Polizei am Samstag.

UPDATE: Wie die Polizei jetzt mitteilte, schenkten Barhelfer keine hochprozentigen Alkoholika an Minderjährige aus. Vielmehr kauften in allen Fällen volljährige Jugendliche die Schnäpse und gaben sie an minderjährige Bekannte weiter. Dem Veranstalter ist somit kein Vorwurf zu machen, er hat sich korrekt verhalten.

Von Seiten der Polizeiinspektion Lichtenfels werden die Ermittlungen gegen die Käufer der Alkoholika geführt, die diese an Minderjährige weitergegeben haben. Die Ermittlungsergebnisse werden auch an das Jugendamt der Stadt Lichtenfels weitergeleitet.

Die 17-jährigen Gäste hatten sogenannte volljährige Aufsichtspersonen dabei, die beim Konsum des Alkohols jedoch nicht in der Nähe waren, um ihrer Aufsicht nachzukommen. Auch diese, von den Eltern durch einen sogenannten "Muttizettel" bestimmten Aufsichtspersonen, müssen sich nach dem Jugendschutzgesetz verantworten.


Mehrere Schlägereien bei Q-Session

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung sollte ein rabiater und angetrunkener 22-jähriger Gast vom Sicherheitsdienst von der Veranstaltung entfernt werden. Der Gast war mit dieser Maßnahme jedoch nicht einverstanden und schlug einem Security-Mitarbeiter mit der Faust ins Gesicht. Die hinzu gerufenen Polizisten setzten den Schläger danach endgültig vor die Türe. Er erhält eine Strafanzeige wegen Körperverletzung.

Gegen 01.50 Uhr gerieten dann zwei junge Männer im Alter von 17 und 23 in einen handgreiflichen Streit auf der Tanzfläche. Dabei verpasste zunächst der ältere seinem Kontrahenten einen Fußtritt.

Dieser wehrte sich durch einen beherzten Griff an den Hals des anderen. Der genaue Sachverhalt der gegenseitigen Körperverletzungen muss bei späteren Vernehmungen geklärt werden. Bei der Anzeigenaufnahme ließ sich der 23-jährige nicht beruhigen und blieb aggressiv. Da zu befürchten war, dass er noch weitere Straftaten begeht, wurde er zur Polizeidienststelle gebracht, wo er die restliche Nacht in der Ausnüchterungszelle verbringen musste. Ein Test am Alkomat hatte bei ihm einen Wert von knapp 1,4 Promille ergeben.