Es könnte die größte Investition der vergangenen Jahre im Übernachtungssektor werden: Auf einem etwa 18 000 Quadratmeter großen Gelände am Äußeren Frankenring möchte die Schramm Vermögensgesellschaft eine Ferienhaussiedlung verwirklichen, zusammen mit einem Investor aus Rödental, der 613 Investment Group. Der Bauausschuss befasst sich nun mit einer so genannten Bauvoranfrage. Damit will Martin Schramm sondieren, wie man grundsätzlich zu so einem Vorhaben steht.
Die Resonanz war positiv: "Es ist erfreulich, dass nach Jahrzehnten das Gelände wieder schön werden könnte. Wenn das klappt, warum nicht?", fasste Erwin Richter (FW) die Aussagen im Gremium zusammen. Momentan macht das Areal einen etwas verwilderten Eindruck, denn es wird zum großen Teil nicht genutzt. Ein Händler hat Gebrauchtwagen vor einem Gebäude platziert, ein Schild verweist auf einen Landmaschinen-Reparaturbetrieb auf dem Gelände. Auf einer der Hallen steht noch geschrieben, was hier einst gefertigt wurde: Schramm Betonsteinewerk steht in roten Buchstaben auf einer Halle. "Das hat man früher kilometerweit gehört, wenn wir da Steine gefertigt haben", erinnert sich Martin Schramm. Das Unternehmen dort ist Geschichte, nur eine sinnvolle Nutzung für das Areal hat sich bisher nicht ergeben. "Ich sehe das positiv", meinte Stadtrat Andreas Pfarrdrescher (CSU). Doch welche Schritte müssen nun als nächste folgen? "So positiv die Resonanz ist, ein Problem ist das Thema Emissionen", gab Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) zu bedenken. Gegenüber liegt die Hackschnitzelanlage der Obermain-Therme, um das Gelände befinden sich Reitverein, Schäferhundeverein und Tennisverein. "Ich habe bereits Lärmgutachten machen lassen", sagt Schramm. Nun wird sich der Stadtrat mit dem Thema befassen, denn für das Areal müsste ein so genannter vorhabenbezogener Bebauungsplan erstellt werden, zudem muss sich das Landratsamt zum Thema Emissionen äußern.
Das Konzept für eine Bebauung steht schon. Denkbar sind schlichte Häuser mit 45 oder 90 Quadratmeter Grundfläche, die an Privatleute verkauft werden sollen. Die könnten dann das Anwesen Teile im Jahr nutzen, die Vermarktung an Übernachtungsgäste würde eine Gesellschaft übernehmen, die auch das Areal betreut. In einem Gebäude an der Einfahrt könnte eine Rezeption dazu kommen. Was so ein Haus kosten würde? Dass kann Schramm noch nicht sagen. Das hinge davon ab, wie die Gesamtkosten bei der Umsetzung liegen - und dazu fehlen ihm noch Planungswerte.