In der Kreisstadt fand dieser Antrag am Montagabend durchwegs positives Feedback, auch wenn in der Diskussion anklang, dass über dem Erfolg ein Fragezeichen schwebt. Günther Lorenz von der Stadtverwaltung hatte nämlich Vorarbeit geleistet und Informationen über die Anforderungen zusammengetragen.

"Zwei oder mehr Orte gleicher Stufe" könnten ein gemeinsames Oberzentrum bilden, hieß es darin. Aber Lichtenfels - ein Mittelzentrum - und Bad Staffelstein sind keine Orte gleicher Stufe, weil Bad Staffelstein als Unterzentrum firmiert.

Emmi Zeulner (CSU) hielt die Initiative dennoch für lohnenswert. Wenn sich daraus ergebe, dass Bad Staffelstein Mittelzentrum wird, wäre das ein sehr gutes Signal und man könne dann "Schritt für Schritt weitergehen".
"Wir wollen jetzt mal in die Offensive", erklärte Philipp Molendo, der Fraktionssprecher der Jungen Bürger.

"Nicht der Titel, sondern der Inhalt ist wichtig", war die Meinung, die Stefan Hofmann (Freie Wähler) vertrat. Doch dem Versuch, Lichtenfels voranzubringen, wollte auch er sich nicht verschließen. Eine Aufforderung, mehr an den Beziehungen der Nachbarstädte zu arbeiten, sah Bernhard Christoph (Grüne) in einem solchen Vorstoß. Andrea Starker (CSU) versprach sich in jedem Fall Synergieeffekte durch den Antrag, der einstimmige Unterstützung fand.

Bürgermeister Andreas Hügerich hat bereits einen Gesprächstermin mit dem Bad Staffelsteiner Amtskollegen Jürgen Kohmann in dieser Sache vereinbart.