Weil der Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen für die kommenden Jahre stark gestiegen ist, musste die Gemeinde handeln. Das bestehende Kindergartengebäude an der Prälat-Meixner-Straße ist jedoch zu klein. Der Ausbau wäre aus architektonischen und räumlichen Gründen nur schwer möglich gewesen, so dass ein Neubau der einzige Ausweg ist.

Deshalb hatte sich die Gemeindeverwaltung nach Ausweichmöglichkeiten umgesehen und in den vergangenen Monaten mehrere Grundstücke geprüft. Mehrheitlich (16:1) beschlossen die Gemeinderäte am Dienstagabend, die neue Kita auf dem Gelände des Hartplatzes zwischen Pater-Lunkenbein-Schule und Stadion zu bauen.

Der Zugang zur Kita soll über das Schulgebäude erfolgen. Das Kitagebäude wird ungefähr zwei Drittel des bisherigen Hartplatzes beanspruchen. Auf dem dritten Drittel ist ein kleiner Allwettersportplatz vorgesehen, der zum Beispiel fürs Basket- und Handballspiel geeignet ist. Eine Kostenschätzung wird derzeit vom Kronacher Büro HTS-Plan erstellt.

Nach Festlegung des Standortes wird nun gemeinsam mit dem Betriebsträger, der Katholischen Kirchenstiftung, eine Konzeption erarbeitet, die als Grundlage für den Betriebsträgervertrag dient. Geklärt werden soll nach Aussage von Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) zudem, ob die Kita an ein mögliches Blockheizkraftwerk angeschlossen werden kann, mit dem das Feuerwehrhaus, das Rathaus und die Schule versorgt werden könnten.


Bedarf: 80 Krippenplätze

Erforderlich wird der Kita-Neubau, weil der Bedarf um 37 Kindergarten- und 18 Krippenplätze gestiegen ist. Somit stehen in Ebensfeld künftig 80 Krippenplätze zur Verfügung. Bereits in der vorangegangenen Sitzung hatten die Gemeinderäte diesen höheren Bedarf festgeschrieben.

Architektin Luitgard Hagel erläuterte dann im Gemeinderat den Sachstand der bauschutztechnischen Modernisierung der Pater-Lunkenbein-Schule. Wesentlicher Punkt ist dabei der Einbau eines Aufzugs vom Keller bis zum zweiten Obergeschoss, so dass die gesamte Schule künftig barrierefrei sein wird.

Zudem wird eine Fluchttreppe im Außenbereich fest installiert; die derzeit provisorisch angebauten Fluchttreppen, die gemietet werden müssen, können dann abmontiert werden.

Die Gemeinderäte sprachen sich einstimmig für diese Planung aus. Ziel ist es, die Sanierung in spätestens zwei Jahren abgeschlossen zu haben.


Brückenbau beginnt im September

Den Neubau der maroden Kellbachbrücke an der Unteren Straße vergab der Gemeinderat an die Firma Raab. Der Entwurf für den Brückenbau (Kostenschätzung: 440 000 Euro) war bereits zuvor dem Staatlichen Bauamt Bamberg und der Regierung von Oberfranken vorgelegt worden, das Kronacher Büro HTS-Plan hatte ihn im Detail ausgearbeitet. Baubeginn wird am 4. September sein.

Diskussionsbedarf sahen die Räte der FW-Fraktion, die sich nicht einfach damit abfinden wollten, dass die beiden Geländer für insgesamt rund 8000 Euro künstlerisch gestaltet werden sollen. Bürgermeister Bernhard Storath verteidigte das Vorhaben damit, dass in den vergangenen Jahren nirgends ein Euro für künstlerischen Mehrwert ausgegeben worden sei, weil man sich im Gemeinderat stets einig gewesen sei, so sparsam wie möglich zu wirtschaften.

Die Räte sollten aber berücksichtigen, dass eine Brücke ein Jahrhundertbauwerk sei. Konkret ging es um fünf Felder an jedem der beiden Brückengeländer, die als Reliefs aus Sandsteinimitat ausgeführt werden könnten. Nach ausgiebiger Diskussion wurde der Beschluss zweigeteilt: Der Entwurfsplanung stimmten alle Räte zu. Für die künstlerische Gestaltung der Brückengeländer votierten zwölf Räte, fünf sprachen sich dagegen aus. ME





Im Ebensfelder Gemeinderat notiert


Behinderte Nachdem die beiden Behindertenbeauftragten der Gemeinde kürzlich ihre Ämter niedergelegt hatten, hat sich nun Dr. Volker Lutz bereiterklärt, diese Funktion künftig zu übernehmen.

Brückensanierung Die Straßenbrücke über die A 73 zwischen Ebensfeld und Kutzenberg wird ab dem 3. Juli bis voraussichtlich 8. September saniert. Zunächst wird die Zufahrt nach Kutzenberg mit Ampelregelung möglich sein. In späteren Bauphasen muss zunächst die Autobahnauffahrt Richtung Bamberg und die Abfahrt aus Suhl kommend gesperrt werden, dann die Auffahrt Richtung Lichtenfels und die Abfahrt von Bamberg kommend.

Richtfest
Der Bau des Feuerwehrhauses in Ebensfeld geht voran. Das Richtfest kann am Samstag, 19. August, gefeiert werden.