Wohnwagen und Camper bieten die unendliche Reisefreiheit - aber was kosten die mobilen Ferienhäuser eigentlich über den Anschaffungspreis hinaus?
Die Faszination vom eigenen Camper oder Wohnmobil liegt für viele Reisefreudige auf der Hand: Mobil und flexibel in den Urlaub starten, mit allen Annehmlichkeiten, die du von zu Hause gewohnt bist, aber dennoch unabhängig von Hotels oder Ferienhäusern sein. Doch neben dem Anschaffungspreis fallen auch nach dem Kauf laufende Kosten an, die du in deinem Reisebudget berücksichtigen solltest. Wir fassen dir die wichtigsten Unterhaltskosten eines Campers zusammen und geben Orientierung, was du jährlich in dein Wohnmobil investieren müsstest.
Unterhaltskosten - das gehört dazu
Nach dem Kauf eines Campers kommen regelmäßig wiederkehrende Ausgaben auf dich zu, die über den reinen Betrieb hinausgehen, die sogenannten Unterhaltskosten. Zu diesen gehören die Versicherung und die Steuer. Für jedes zugelassene Fahrzeug in Deutschland ist eine Haftpflichtversicherung Pflicht. Das betrifft auch deinen Camper. Je nach Umfang, also ob du Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko wählst, variieren die Beiträge stark. Für einen vollwertigen Schutz kannst du bis in den niedrigen vierstelligen Bereich pro Jahr zahlen.
Hinzu kommt die Kfz-Steuer. Für Wohnmobile richtet sich diese nach Gewicht, Schadstoffklasse und Emissionen. Bei einem durchschnittlichen Wohnmobil mit 3,5 Tonnen kann die Steuer einige hundert Euro im Jahr betragen. Genauere Berechnungsregeln zeigt der ADAC, nach Gewicht und Schadstoffklasse gestaffelt. Mit einem Saisonkennzeichen kannst du über den Winter Steuern sparen, wenn das Fahrzeug nicht genutzt wird.
Ein Camper muss straßentüchtig und sicher sein. Regelmäßige Inspektionen, Ölwechsel, Bremsenchecks und ungeplante Reparaturen sind ein großer Kostenfaktor, der auf dich zukommen kann. In der Regel solltest du dafür jährlich 1000 bis 1500 Euro einplanen. Die Häufigkeit der Reparaturen und Wartungen ist von Alter, Nutzung und Fahrzeugtyp abhängig. Außerdem fällt alle zwei Jahre die Hauptuntersuchung beim TÜV an. Diese kann je nach Fahrzeuggröße zwischen etwa 120 Euro und 200 Euro kosten.
Regelmäßige Betriebskosten und Reisekosten
Wenn du keinen eigenen Stellplatz auf deinem Gelände hast, musst du Lager- oder Stellplatzgebühren einplanen. Diese variieren stark, doch für einfache Stellplätze kannst du bereits mit mehreren hundert Euro jährlich rechnen. Überdachte Lagerplätze kosten entsprechend mehr. Ebenso können Kosten für Saisonkennzeichen, Winterlager, Gasprüfungen oder zusätzliche Versicherungen relevant werden.
Zusätzlich musst du noch die variablen Kosten einbeziehen. Das sind die letztendlichen Reisekosten für Kraftstoff und Fahrtkosten. Der Verbrauch hängt von Fahrzeuggröße, Gewicht, Fahrstil und der geplanten Reisestrecke ab. Die Durchschnittswerte für Dieselkraftstoff liegen bei vielen Campern zwischen 8 und 12 Litern auf 100 Kilometer Reichweite. Je nach Gewicht, zum Beispiel wenn dein Wohnmobil voll beladen ist, kann es auch mehr sein als in den Herstellerangaben angegeben. Mehrere tausend Euro im Jahr kannst du dafür aber einplanen.