Ein tolles Bühnenprogramm und die Maskenprämierung begeisterte die närrische Schar. Das Motto hieß "Bella Italia" und erinnerte mehr an die ruhmreiche Vergangenheit als an Sommerurlaub, Pizza und Papst.
Einmalig gut war die Kostümierung: fast alle präsentierten das Thema in originellen Outfits. Venezianische Damen, Pizzabäcker und römische Legionäre erfreuten das Auge. Dazu kam der mächtige Sound der "Rossinis", der die Adam-Riese-Halle in einen Hexenkessel verwandelte. Die Stimmung konnte nicht besser sein. Schon bei den ersten Takten der Band wiegten sich die Jecken im Tanz.
Die SKKler hatte die Halle aufwändig geschmückt. Rot-grün-gelbe Fahnen überspannten die Decke, die Bühne verwandelten sie in einen römischen Tempel, daneben neigte sich bedrohlich der schiefe Turm von Pisa.
Zu den Klängen erhabener Musik rollte Präsident Matthias Grass als Cäsar im Streitwagen, gezogen von einer Vespa, auf die Tanzfläche. Er begrüßte huldvoll sein Volk in lateinischer Sprache, die allerdings mehr der fränkischen ähnelte. Auch der Papst im Papamobil reiste an und hieß die Karnevalisten willkommen.
Gleich der erste Programmpunkt war ein Eyecatcher. Die Purzelgarde des SKK tanzte unter der Leitung von Helga Ofzarek mit dem Pinocchio.
Und dann wurde es eng vor der Bühne. Beim Maskeneinzug hatte sich der Karnevalsklub wieder einmal selbst übertroffen. Der Rennstall "Bunga Bunga" kam mit einem Pappmaché-Ferrari daher. Schon jetzt war klar, er wird die Prämierung gewinnen. "Asterix erobert Rom" folgte in der Wertung und die Gucci-Handtasche als Drittplatzierte überzeugte die Jury mit Landrat Christian Meißner (CSU), der sich in den Dress eines römischen Soldaten geworfen hatte.
Christine Wittmann hatte ihre Jugendgarde auf den Showtanz ihrer Mädchen gut vorbereitet. Sie ernteten tosenden Beifall. Pizzabäcker Dino Lampa zeigte Kunststücke auf dem Einrad, jonglierte mit Keulen oder Apfelsinen und ließ Hähnchen und Pizza um Kopf und Hüfte kreisen. Danach ernteten die Profis, die 1999 in der Purzelgarde erste Tanzschritte machten, lang anhaltenden Applaus.
Doch was den Beifall anbelangt, da stahl das Männerballett allen die Show. Es war schon Mitternacht vorüber, da erschienen die teils ergrauten Herren in römischer Rüstung und ließen die Schwerter klirren.
Während es im Saal ruhiger wurde, ging es im Foyer erst richtig los. Bis zum Morgengrauen wurde hier gefeiert.
Michael Hess, Zweiter Präsident des SKK, war stolz auf die Masken-Prämierung. "Vier Wochen haben wir gebaut und gebastelt", sagte er unserer Zeitung. Die Vorbereitungen seien im September angelaufen.