Es grünte und blühte im Umfeld des Kastenhofs von Weismain beim erste Main-GartenTag der Landkreise Lichtenfels und Kulmbach.
Unter der Regie der Umweltstation von Weismain konnten die beien Landkreise Lichtenfels und Kulmbach im Kastenhof von Weismain ein erlebnisreiches Programmbeim ersten gemeinsamen Main-Garten-Tag anbieten. Die Natur mit ihrer Vielfalt, aber auch das eigene Gärtnern, standen im Mittelpunkt.
Die Haus- und Bauerngärten, sie werden in der Städten und Gemeinde immer weniger, obwohl gerade sie die Möglichkeit gesunder Eigenversorgung ein klein wenig natürlichen Lebensraum und Entspannung vermitteln können. Daher war es eine der gemeinsamen Zielsetzung der Landkreise Lichtenfels und Kulmbach, das alles an einem "Main-GartenTag" in den Blickpunkt zu rücken, Anregungen zu geben und ganz einfach die Freude an der Blütenpracht, den eigenen Kräutern, dem Gemüse und dem Obst von neuem zu beleben.
Erfreulich bei alledem, dass viele Naturorganisationen, Vereine, Jugendgruppen und öffentliche Stellen engagiert mitwirkten. Auch die Umweltstation von Weismain präsentierte sich in vielerlei Hinsicht, wobei vor allem die neuen Hochbeete viel Interesse fanden. Einen weiteren Bereich d bildeten die Selbstversorger, und es war nicht nur interessant anzusehen, sondern darüber hinaus auch recht schmackhaft mit beispielsweise Käse-, Quark-, Eier-, Kräuter- und Marmeladenkostproben sowie köstlichen Getränken. Neben den bekannten fränkischen Spezialitäten,auch aus dem Umweltstation-Ofen, wurde sogar Spanferkel serviert.
Da es ein Tag für die ganze Familie sein sollte, war natürlich das Programm entsprechend vielseitig und bot interessante Einblicke für alle. Während sich viele Kinder auf der Strohballen-Hüpfburg vergnügten, fanden auch das Pflanzenquiz, die Wildbienen-Nisthilfen und die Nagelbilder viel Gefallen. Wer wollte, konnte sich einmal im Weiden flechten üben, einen Blumentopf bemalen, es gab einen Schaubienenstand, so dass auch ein bienenfreundlicher Garten erkennbar wurde, und der Landesbund für Vogelschutz, Kreisgruppe Lichtenfels, zeigte viele der bekannten Singvögel, aber auch die recht selten gewordenen Wander-, Baum- und Turnfalken.
Aufschlussreich waren zudem Informationen von Friedrich Leitz, die unter dem Motto: "Ton, Lehm, Letten, Keiber - alles dasselbe" standen und zugleich Einblicke in die Entwicklungsgeschichte der Erde vermittelten. Regelmäße Kurzvorträge in der Umweltstation zu den Themen Rosen und Bärlauch, das Konzept einer solidarischen Landwirtschaft und der Kurzfilm "Ernten was man sät" vermittelten Erkenntnisse.
Fündig auf allen Gebieten wurden an diesem Tag vor allem die Gartenfreunde: sei es beim Saatgut, den Stecklingen und Pflanzen. Viele nutzten die Gelegenheit und entschieden sich diesmal für eine der alten Sorten, die ebenfalls angeboten wurden. Auch Obstbäume waren in großer Zahl ausgestellt, wobei sich jeder über das Veredeln von Obstbäumen informieren konnte.
Birken und Fichten sowie jede Menge Beerensträucher fanden ebenfalls ihre Liebhaber. Doch nicht nur um Blumen für den eigenen Garten ging es an diesem Tag, sondern auf eine recht einfache Weise konnte den Besucher vermittelt werde, wie sich sogar "Unkräuter" sinnvoll verwenden und Blüten essen lassen.
Da es eine Gemeinschaftsveranstaltung war, fanden sich die beiden Landräte Christian Meißner aus Lichtenfels und Hans Peter Söllner aus Kulmbach zu einem Rundgang unter der Leitung der Kreisgartenfachberaters für Gartenbau und Landespflege in Lichtenfels, Michael Stromer, zusammen. Sie würdigten die vielfältigen Bemühungen, ließen sich hin und wieder von der einen und anderen Kostprobe verwöhnen und betätigten sich zum Beispiel beim Korbflechten auch selbst.
Wer sich noch intensiver mit dem Obermaingebiet beschäftigen wollte, wie viele Urlaubsgäste d auf der Veranstaltung, dem zeigte die Tourist-Information der Stadt Weismain Angebote auf. Dieser Tag, bei dem sich alle um das eigne Gärtnern, das selbst Versorgen und direkt Vermarkten gedreht hatte, bescherte allen Mitwirkenden mit rund 2000 Gartenfreunden einen Rekordbesuch, wozu natürlich auch der strahlende Sonnenschein einen maßgeblichen Beitrag leistete.