Da sie keinen festen Wohnsitz hat, kam eine Frau in Lichtenfels auf eine seltsame Idee: Sie wählte den Notruf und behauptete, verletzt zu sein, um ins Klinikum gefahren zu werden und dort zu übernachten.
Als eine 24-Jährige am späten Dienstagabend (21. März 2023) den Notruf wählte, behauptete sie, dass sie sich verletzt am Bahnhof befinden würde. Ihren Angaben zufolge wäre sie zuvor bei einer Schlägerei in Coburg angegriffen worden.
Als die Polizeistreife dann antraf, fanden sie aber keine Verletzte vor - die Frau hatte offenbar gelogen. Es stellte sich heraus, dass die junge Frau weder verletzt war, noch eine Schlägerei stattgefunden hatte.
Frau belügt Beamte, um im Klinikum Obdach zu finden
Offensichtlich hatte die Frau, die laut Polizeiinspektion Lichtenfels keinen festen Wohnsitz hat, nur nach einer Übernachtungsmöglichkeit gesucht - und wollte deswegen ins Klinikum. Da hierfür keine Notwendigkeit vorlag, gab die 24-Jährige an, psychisch erkrankt zu sein und eine Behandlung zu benötigen. Dazu wollte sie ins Bezirksklinikum Kutzenberg eingeliefert werden. Doch auch das kam den Beamten wie eine Ausrede vor.
Schließlich konnte die Frau die Polizeiinspektion Lichtenfels verlassen. Nun erwartet sie aber eine Anzeige wegen Vortäuschen einer Straftat sowie wegen Missbrauchs von Notrufen.
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