Der Riesen-Bärenklau bedroht Natur und Gesundheit im Landkreis Lichtenfels. Das Landratsamt rät zur Vorsicht.
Auch im Landkreis Lichtenfels breitet sich der invasive Riesen-Bärenklau zunehmend aus und stellt sowohl für die heimische Natur als auch für die Gesundheit von Menschen eine erhebliche Gefahr dar.
Erste größere Bestände wurden der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Lichtenfels (UNB) in Altenkunstadt und Michelau i. OFr. gemeldet. Durch seine schnelle Ausbreitung und sein starkes Wachstum verdrängt er heimische Pflanzenarten und beeinträchtigt zunehmend auch ökologisch wertvolle Lebensräume sowie Schutzgebiete.
Auch für Menschen kann die Ausbreitung des Riesen-Bärenklau negative Auswirkungen haben. Der Pflanzensaft des Riesen-Bärenklau enthält phytotoxische Stoffe, d.h. es kann bei Hautkontakt und anschließender Sonneneinstrahlung zu Hautreizungen, wie z.B. Blasenbildung, Verbrennungen und Blasenbildungen kommen. Aus diesem Grund wird empfohlen, die Pflanze nicht zu berühren und insbesondere Kinder entsprechend zu sensibilisieren.
Für Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer gilt die Empfehlung, ihre Flächen regelmäßig auf Vorkommen des Riesen-Bärenklaus zu kontrollieren und festgestellte Bestände fachgerecht zu beseitigen. Eine frühzeitige Erkennung und die zeitnahe Entfernung eines Bestands tragen dazu bei, dass Gesundheitsgefahren sowie eine weitere Ausbreitung der invasiven Art wirksam reduziert werden können.
Bitte informieren Sie die untere Naturschutzbehörde im Landkreis Lichtenfels unter der Telefonnummer 09571-183414, wenn Sie Bestände des Riesen-Bärenklau feststellen. Wir beraten Sie gerne zu Bekämpfungsmaßnahmen. Zudem gibt das Merkblatt "Riesen-Bärenklau – Management- und Maßnahmenblatt zu VO (EU) Nr. 1143/2014" nützliche Hinweise zu wirkungsvollen Bekämpfungsstrategien.
Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.