Auf der Baustelle für das Green Hospital, das neue Krankenhaus mit als beispielhaft gepriesenen Umweltstandards, ist alles im grünen Bereich. Das machte Baukoordinator Tristan Rinker am Montag vor dem Kreistag deutlich. Man kann jetzt bereits die ersten Stockwerke des Ersatzneubaus für das Helmut-G.-Walther-Klinikum sehen. Am heutigen Dienstag, ab 18.30 Uhr, können sich interessierte Bürger bei einer Informationsveranstaltung am Klinikum ein Bild machen.

Jede Menge Stahl und Beton wird in das Bauwerk eingebracht - und die Qualität des Betons regelmäßig kontrolliert, wie Rinker ausführte. "Die Qualität der Arbeiten ist hervorragend", betonte er. Wegen der großen Hitze in den zurückliegenden Wochen seien die Arbeiten mitunter um 3 Uhr früh begonnen worden, um zu vermeiden, dass es beim Betonieren an zu stark aufgeheizten Eisenstäben zu unerwünschten chemischen Reaktionen kommt.

Neben dem Bericht über den Baufortschritt sprachen die Kreisräte auch über die nötige Darlehensaufnahmen im Zusammenhang mit dem Krankenhausneubau. Trotz gewisser Bedenken war sich das Gremium einig darin, dass man sich der Option eines Schuldscheindarlehens nicht grundsätzlich verschließen will, sollte dieses auf dem derzeit schwer einzuschätzenden Kreditmarkt eine deutliche Zinseinsparung in Aussicht stellen. Im Angebotsfall müsste binnen weniger Stunden eine Entscheidung fallen, erklärte Kämmerer Holger Stingl. In ersten Vergleichen hatte Stingl Unterschiede von bis zu 25 000 Euro weniger als bei einem Kommunaldarlehen errechnet. Die Redebeiträge aus den Fraktionen machten deutlich, dass man einen verantwortungsbewussten Umgang mit dieser Möglichkeit voraussetzt und dem Kämmerer vertraut.

In Sachen Nachnutzung des bisherigen Klinikgebäudes ab Frühjahr 2018 gibt es ernstzunehmende Verhandlungen. Landrat Christian Meißner (CSU) sagte, er hoffe, bald öffentlich Gutes berichten zu können. Man sei "an einer Sache dran", die ihn zuversichtlich stimmt - Näheres wollte er erst zu gegebener Zeit sagen.