Die lange "Korbstadtnacht" wird von Citymanagement und Werbegemeinschaft "Treffpunkt" gemeinsam vorbereitet. Straßenkünstler, Musik und Herbstmarkt mit Kürbisschnitzen sowie eine besondere Fassadenbeleuchtung sollen im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen, die überregional beworben wird. Der reine Einkaufsgedanke darf nicht im Vordergrund stehen.

Dies war bereits in jener Stadtratssitzung unterstrichen worden. Ebenso wie die Feststellung: "Eine Genehmigung kann nur für den Kernbereich von Lichtenfels erfolgen." Wie stellvertretetender Hauptverwaltungsleiter Peter Zillig erläutert, wollte die Stadt im Einvernehmen mit der Regierung einen möglichst weiten Bereich für die Aktion schaffen. Bereits bei der Veranstaltung im Vorjahr habe die Regierung jedoch klar zu verstehen gegeben, dass das Sonder- und Gewerbegebiet in der Mainau dem Kernbereich nicht zugerechnet werden und somit auch nicht mit einbezogen werden könne.

Vor der erneuten Beantragung habe sich die Stadt nochmals mit dem zuständigen Ressort in Verbindung gesetzt und die Regierung habe deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sei, den Kernbereich gegenüber dem Vorjahr auszudehnen. Die Coburger Straße bis zur Abzweigung Mainau nahm die Stadt trotz von der Regierung geäußerter Bedenken in den erlaubten Bereich und begründete dies damit, dass dieses Stück Bestandteil der Altstadt sei.

Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner (CSU) betont, die Verwaltung habe vollkommen korrekt gehandelt. Dennoch werde man auf die Beschwerden hin einen Antrag stellen, die Möglichkeit einer Ausnahme zu prüfen, was auf Nachfrage empfohlen worden sei.

Hat die Regierung vorab falsch informiert oder gibt es doch einen Ermessenspielraum? Das muss geklärt werden. Regierungssprecher Hempfling bestätigt "aufgrund der Rechtslage berechtigte Zweifel an der Möglichkeit der Ausdehnung des Gebiets". Zu einer formellen Verbescheidung sei es aber nicht gekommen, dies werde nun nachgeholt und der Antrag geprüft.