Eine gute Heizung ist zur Zeit Gold wert. Was es kostet, die veraltete Heizungsanlage in der Adam-Riese-Halle zu ersetzen, das stand im Stadtrat in Bad Staffelstein auf der Tagesordnung. Den Räten wurde ein Kostenvoranschlag vorgelegt, der eine moderne Anlage mit Blockheizkraftwerk und Hackgutkessel vorsieht. Das vorgeschaltete Blockheizkraftwerk soll dann die Grundlast an Wärme und Strom produzieren, die Hackschnitzel sorgen für die Restwärme. Die Spitzenlast und den Notfallersatz übernehme eine Gastherme.

Um die marode Heizung in der Halle damit zu ersetzen, müsste die Stadt dafür rund 470 000 Euro ausgeben. Eine Investition, die sich lohnt, da waren sich die Räte einige. Werner Freitag (SBUN) wies darauf hin, dass man 40 000 Euro und mehr an Energiekosten im Jahr einsparen könne.
Schon die neue Steuertechnik, die im Oktober 2011 eingebaut wurde, konnte die durchschnittlichen Kosten im Jahr um 20 000 Euro senken, wie eine Kalkulation der beauftragen Firma ergeben hat.

Heizung ist 30 Jahre alt

Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) betonte, dass die geplante Nahwärmeversorgung noch effizienter laufe. Dabei mahnte er auch zu Schnelligkeit: "Die Heizung in der Adam-Riese-Halle ist gut 30 Jahre alt und kann jederzeit kaputt gehen. Wir sollten bis zur nächsten Heizperiode für Ersatz sorgen."

Genau dieser Punkt rief jedoch bei Stadtrat Winfried Ernst (FW) Unmut hervor. Zwar sei er grundsätzlich auch für die neue Technik, da sie helfe, Kosten zu sparen und eine sichere Wärmeversorgung garantiere. Am Zeitplan übte er jedoch Kritik: "Sollten wir nicht erst den Haushalt beschließen, bevor wir eine Investition in dieser Größenordnung beschließen?" Erst wenn fest stehe, wie groß die zu schließende finanzielle Lücke ist, könne er und seine Fraktion zustimmen. Kohmann wies darauf hin, dass der Kredit, den die Stadt von der Landesbodenkreditanstalt dafür bekomme, einen solide Finanzplan ermögliche. Das Darlehen würde mit null Prozent auf zehn Jahre laufen. Zudem sei es sinnvoll, schnell auszuschreiben, um im nächsten Winter verlässlich heizen zu können. Jürgen Dietz, Hausmeister der Adam-Riese-Halle, schwärmt jedenfalls von der Sanierung von 2011: "Mit der Digitalsteuerung kann ich bis auf die Hinterkommastelle exakt heizen." Bisher sei der Gasbrenner noch nie ausgefallen, aber eine Modernisierung sei auch aus seiner Sicht unausweichlich.