Als in der Bad Staffelsteiner Adam-Riese-Halle die Pläne für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs vorgestellt wurden, kam das Thema zur Sprache. Es stinkt in der Ebensfelder Unterführung, weil einige Menschen den Gang zum Fahrstuhl mit einer öffentlichen Toilette verwechseln.

Thema auch in Bad Staffelstein

Heike Steinhoff, Leiterin des Bahnhofsmanagements Oberfraken, sagte in dieser Sitzung des Stadtrates auch, woher das Problem kommt: Der Zugang zum Lift ist abgelegen und nicht einsehbar. Das schafft Gelegenheiten, die man etwa in Bad Staffelstein vermeiden möchte. Die geplante Platzierung des Lifts in Bad Staffelstein soll tatsächlich solchen Möglichkeiten entgegenwirken. Zunächst dachte man daran, den Zugang des am Ende der Unterführung gelegenen Lifts so zu legen, dass er direkt zu sehen ist, wenn man über den Zugang von der Seite der Obermaintherme hineinkommt. Jetzt wird er etwas versetzt sein.

So etwas wie einen Gang, selbst wenn er nur kurz wäre, soll es dagegen in Bad Staffelstein nicht geben, auch nicht am zweiten Lift zum Bahnsteig hoch. Was die Lage in Bad Staffelstein zusätzlich entschärfen sollte: Hier gibt es eine öffentliche Toilette am Bahnhofsvorplatz, in Ebensfeld nicht. Die Umplanung zur Barrierefreiheit sei in Ebensfeld recht spät erfolgt, deshalb die Lösung mit dem Gang, kam in der Bad Staffelsteiner Sitzung zur Sprache.

Doch das ist nicht der einzige Ärger, den die Gemeinde Ebensfeld mit dem quasi nun unterirdischen Bahnhof hat, wie Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) bestätigt. "Schon bei kleinen Regenfällen stehen Wasserpfützen in der Unterführung." Das sei vor allem im Winter ein Problem, denn die Gemeinde hat die Verkehrssicherheitspflicht in der Unterführung zu leisten. Eine Lösung für den Baumangel ist nicht in Sicht, man ist noch in Verhandlungen mit der Bahn, auch mit anwaltlicher Unterstützung. Der Gang zum Fahrstuhl dagegen gehört in den Aufgabenbereich der Bahn. Aber die hat momentan auch keine andere Möglichkeit, als die stinkenden Ecken immer wieder zu reinigen.