Ebensfelder Naturbad künftig ohne Badeplattform: Kürzlich führte die BRK-Wasserwacht im Auftrag der Gemeinde Ebensfeld umfangreiche Such- und Bergungsarbeiten im ehemaligen Naturbad aus. "Aufgrund rechtlicher Bestimmungen sah sich die Gemeindeverwaltung gezwungen, die Badeplattform – im Volksmund auch „Fünfzig“ genannt – zu entfernen", heißt es in einer Pressemitteilung. 

Da nicht alle Bauteile über Wasser geborgen werden konnten, wurden die Spezialisten der BRK-Wasserwacht Ebensfeld mit der Unterstützung bei der Suche und Bergung der unter Wasser liegenden Teile beauftragt. Zusätzlich musste die Stromversorgung der installierten Umwälzanlage geprüft werden, bei der ein Defekt vermutet wurde.

Zweiter Schock am Ebensfelder See: Technischer Schaden an Umwälzungsanlage

Insgesamt machten sich 17 Wasserwachtler der Ortsgruppen Ebensfeld, Bad Staffelstein, Michelau und Redwitz mit zwei Tauch- und zwei Bootstrupps zusammen mit dem gemeindlichen Bauhof, einer Forstwirtschaftlichen Firma und einer Elektrofachfirma an die Arbeit. Sanitätsdienstlich abgesichert wurden alle Einsatzkräfte durch einen Krankentransportwagen der BRK-Bereitschaft Bad Staffelstein.

Bevor es losgehen konnte, wurden alle Einsatzkräfte durch ausgebildete Corona-Tester der Wasserwacht und Bereitschaft getestet. Nachdem sich alle Corona-Tests als negativ herausgestellt hatten, konnte der Such- und Bergungseinsatz beginnen.

Während ein Tauch- und ein Bootstrupp unter Wasser die verbliebenen Bauteile der Badeplattform suchten und an die Seilwinde des Forstwirtschaftlichen Unternehmens anschlugen, prüfte der zweite Bootstrupp die Stromversorgung der Umwälzanlage. Schnell konnte festgestellt werden, dass ein Leitungsschaden vorlag und so beschloss der Bauhof zusammen mit dem Elektrofachbetrieb, dass eine Bergung der gesamten Anlage unumgänglich ist.

Badeplattform "Fünfzig" in Ebensfeld: Bauteile bleiben im Schlamm verschollen

Nun kam der zweite Tauchtrupp zum Einsatz und hob innerhalb von zwei Stunden alle sechs Grundgewichte der Anlage per Hebesack und sicherte sie an der Anlage, damit sie anschließend ans Ufer gezogen werden konnte.

Komplizierter erwies sich die Suche nach den Bauteilen der Badeplattform. Manche waren teilweise oder gänzlich im Schlamm versunken und konnten deshalb nur mit viel Aufwand gefunden und geborgen werden. Am Ende blieben trotz aller Bemühungen zwei Bauteile verschollen, die nun bei einem zweiten Einsatz gesucht werden sollen. In den rund fünf Stunden Einsatzzeit verbrauchten die Taucher der BRK-Wasserwacht mehr als 10.000 Liter Luft.