"Hallo wir kennen uns doch", sagt Sabrina. Aber klar, natürlich, das Gesicht ist in Erinnerung geblieben. Es ist etwas über zwei Jahre her, dass sie zum Interview in die Therme kam, um sich als Kandidatin für die Wahl zur Thermenkönigin zu präsentieren.

Sie habe sich die erneute Kandidatur gut überlegt. "Aber es ist einfach mein Traum". Nachts um 11 Uhr, kurz vor Bewerbungsschluss, stand sie noch einmal auf, setzte sich an den Computer und formulierte ihre Bewerbung. "Gegen fünf vor 12 habe ich sie dann in den Briefkasten beim Kur- und Tourismusservice geworfen."
Man könne nur gewinnen, haben ihr Freunde und Arbeitskollegen gesagt, ihrem Freund erzählte sie erst einen Tag vor dem Interview von ihrer Entscheidung: "Er hat sich aber trotzdem gefreut und ist begeistert", lacht sie. Die Obermaintherme kennt sie gut: "Meine Mutter Elke arbeitet hier.
Sie und ihre Kollegen drücken mir die Daumen."

Auftritte vor Publikum ist die 22-Jährige aus Stublang gewohnt. Sie singt in ihrer kleinen Gruppe "Le Lys" (die Lilien) zusammen mit zwei Begleitern. Musik ist seit vielen Jahren ihr großes Hobby, erzählt sie, angefangen hat es im Kirchenchor in Frauendorf.
Nach ihrem Abschluss an der Realschule in Bad Staffelstein im Jahr 2009 begann sie eine Lehre als Versicherungskauffrau bei der Huk-Coburg, wo sie auch heute noch arbeitet. Dazu hat sie Erfahrungen auf Messen gesammelt.

Neben der Ausbildung kümmerte sie sich auch um ihren Sohn Luca, der heute viereinhalb Jahre alt ist. Wenn man es sich fest vornimmt, kann man das beides miteinander verbinden, sagt sie über diese Zeit.
Und geht man mit anderen Gefühlen in das Casting? "Ich bin ein offener Mensch, ich liebe meine Heimat. Ich denke, es wird wohl nicht viel anders sein als beim vergangenen Mal."