Ein Millionenprojekt wirft seine Schatten voraus: Im Frühjahr wird der Umbau des Gebäudes Marktplatz 10 für eine neue Stadtbücherei sowie Tourist-Information und Verwaltung beginnen. Als Übergangsquartier wird die ehemalige Direktorenvilla in der Bamberger Straße dienen, die das Stadtmuseum beherbergt. Dessen Sammlungen werden ins Stadtschloss gebracht, wo sie dauerhaft bleiben. Da können sie ansprechend präsentiert werden und wären größtenteils barrierefrei zugänglich. Die Neustrukturierung soll mit einer Aufwertung des Stadtschlosses einhergehen. In der Überlegung ist es auch, dort in Zusammenarbeit mit einer entsprechenden Einrichtung ein Inklusionscafé zu betreiben. Auch wenn das noch Zukunftsmusik ist: Die Idee kam - wie überhaupt das gesamte Konzept - im Stadtrat gut an.

Dass touristische Angebote in Lichtenfels gefragt sind, beweist die Tatsache, dass in der erst kurzen Öffnungszeit des Oberen Stadtturms bereits über 400 Besucher gezählt wurden. Im Sommer gebe es täglich Anfragen, ob man das Stadtschloss innen besichtigen könne, berichtete Steffen Hofmann. Auch den Roten Turm wolle man zugänglich machen und eine Ausstellung darin platzieren. Zunächst ist es dem Leiter des Amtes für Wirtschaft, Tourismus und Kultur aber ein Anliegen, dass seine Mitarbeiter nicht mehr auf drei Häuser verteilt, sondern unter einem Dach sind. Dies wird im bisherigen Museumsgebäude der Fall sein. Das Museum schließt dort Ende des Monats. Der Umzug soll bis zum Frühjahr erfolgen. Am Marktplatz 10 werden dann die Bagger anrücken. Begonnen wird das Großprojekt mit dem Abriss des ehemaligen Schlecker-/Aldi-Bautrakts und einer Entkernung des Gebäudes.