Zur Hauptversammlung des Maschinen- und Betriebshilfsrings Coburg/Kronach/Lichtenfels konnte der Vorsitzende Frank Menzner zahlreiche interessierte Mitglieder in den Räumen der Gastwirtschaft Karolinenhöhe begrüßen. In seinem ausführlichen Rechenschaftsbericht bezifferte der Geschäftsführer Jürgen Heymann die aktuelle Mitgliederzahl des Vereins auf 1664. Der Verein versteht sich als Selbsthilfeorganisation der Landwirtschaft, die Maschinen, Geräte und Arbeitskräfte zwischen den Mitgliedern vermittelt. Entsprechend der rückläufigen Tendenz bei den landwirtschaftlichen Betrieben sei bei den Mitgliedern ein stetiger jährlicher Rückgang von etwa einem Prozent zu verzeichnen.

Für reibungslose Weiterführung

Eine der Hauptaufgaben des Maschinenrings ist die kostenlose Vermittlung und Abwicklung der über die Sozialversicherung finanzierten
Betriebshilfe in sozialen Notfällen, um bei einem krankheits- oder unfallbedingten Ausfall des Landwirtes oder der Bäuerin die reibungslose Weiterführung des Betriebes zu gewährleisten. In der sozialen Betriebshilfe hätten 78 nebenberufliche, neun hauptberufliche und drei selbstständige Betriebshelfer bei 259 Einsätzen rund 38.400 Arbeitsstunden geleistet. Die nebenberuflichen Helfer, die meist aus bäuerlichen Betrieben stammen, hätten dabei einen Nebenverdienst von 373.000 Euro erzielt.

Die im vergangenen Jahr vom Maschinenring abgerechneten Arbeiten zwischen den Landwirten erreichten nach den Ausführungen des Geschäftsführers bei stetig steigender Tendenz einen Verrechnungswert von 5,7 Millionen, während die im Bereich der Landschaftspflege von den Landwirten durchgeführten Arbeiten einen Umsatz von 310.500 Euro erzielten.

Auch Beratung wird angeboten

Als weitere Dienstleistung nannte Jürgen Heymann eine kompetente Beratung bei der Unterstützung der Entwicklung von Zukunftskonzepten. Zudem zeichnete er die nebenberuflichen Betriebshelfer Rudolf Freitag (Wunkendorf), Guido Hellmuth (Wolfsloch), Hans-Ulrich Grosch (Weitramsdorf), Inge Amberg (Meeder), Gerlinde Jacob (Neustadt) und Carolin Wörner (Trieb) aus, die am meisten Betriebsstunden geleistet hatten. Doris Hagemann (Itzgrund-Gleußen) dankte er für 25-jährige Dienstzeit als hauptberufliche Betriebshelferin.

Den Bericht der MR-Service GmbH Coburg/Kronach/Lichtenfels erstattete der Geschäftsführer Elias Deuerling. Das Tochterunternehmen des Maschinenrings habe im Dienstleistungsbereich einen Umsatz von 1,5 Millionen Euro gemacht. Man erledige den Winterdienst für Gemeinden und Firmen, übernehme die Grünflächen- und Trassenpflege für Gemeinden, Firmen, Energieversorger und Hausverwaltungen, habe Wurzelstockfräsen und Baumkletterer im Einsatz, liefere Diesel und Kalk über Sammelbestellungen, führe neuerdings Pflasterreinigungen und Wegepflege aus und ermögliche in Zettlitz den Lagerverkauf von Streusalz, Zwei-Takt-Gerätebenzin, Biosägekettenöl, Holzpellets gesackt sowie Raps-Speiseöl.

Für die Mara Pflanzenöle GmbH & Co. KG, deren 174 Kommanditisten 1.218 Anteile besitzen, machte deren Geschäftsführer Andreas Sollmann nähere Angaben. So sei die Rapspresse im Zeitraum vom 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 an 328 Tagen im Einsatz gewesen und habe aus 3.726,3 Tonnen Raps 1.514.774 Liter Öl gepresst. Entsprechend den Markterfordernissen werde allerdings nur noch ein Drittel im Vergleich zum besten Jahr 2007 erzeugt. Der Ölverkauf verteile sich zu 35 Prozent auf Händler, 32 Prozent auf Brennstoff für Blockheizkraftwerke, 24 Prozent für Futteröl, acht Prozent für Treibstoff für Pkw, Lkw und Traktoren sowie ein Prozent auf Tankanlagen.

Alexander Bächer, Geschäftsführer der WBV-MR Bioenergie GmbH, die hauptsächlich Hackschnitzel vermarktet, konnte von einer erfreulichen Entwicklung berichten, wobei der Umsatz seit 2010 von 46.448 Euro auf 764.319 Euro stieg. Es werden mehr als zehn Biomasse-Heizanlagen in der Region unterschiedlicher Größe beliefert.

Der Kassenbericht und der Haushaltsvoranschlag erfuhren einhellige Zustimmung. Ebenso wurde die Satzungsänderung bei einer Gegenstimme gebilligt. Nachdem der Mitgliedsbeitrag sei 13 Jahren unverändert geblieben ist, wurde eine Erhöhung des Grundbeitrages auf 35 Euro und der Hektarumlage auf 1,40 Euro (bis 200 Hektar) einstimmig beschlossen.

Kreisbäuerin Marion Warmuth hob in ihrem Grußwort hervor, dass der Maschinenring den Landwirten die Möglichkeit gebe, sie bei Arbeitsspitzen in ihren Betrieben durch überbetrieblichen Einsatz von Maschinen und Arbeitskräften zu entlasten.