Wer denkt bei Luft schon an Geld? "Doch Druckluft ist unsere teuerste Energie", sagt Norbert Werner, Leiter Infrastruktur und Umweltschutz bei Moll-Batterien. Immerhin sieben Prozent des Strombedarfs von 18 Gigawattstunden (GW/h) benötigt das Unternehmen im Jahr für die Bereitstellung. Angetrieben werden damit Produktionsmaschinen.

Was jeder private Haushalt kennt, ist natürlich auch in Firmen ein Thema: Wo kann ich Energie sparen? Dafür trafen sich 14 Unternehmen aus Franken in Bad Staffelstein. Die Firmen kamen aus unterschiedlichen Branchen: Holzwerke, Tabakverarbeiter, Kunststoff- oder Spielzeughersteller.

In einem auf drei Jahre angelegten Projekt haben sie sich ein gemeinsames Ziel gesteckt: fünf Prozent Energie einsparen, den CO2-Ausstoß um sechs Prozent reduzieren. Dazu erhalten sie über ein von der Eon Bayern und der Bayernwerk Natur getragenes Netzwerk Unterstützung: Die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft in München hat für jedes Unternehmen eine Analyse erstellt, wie und wo man sparen kann.

Die regelmäßigen Treffen wie jüngst in Bad Staffelstein dienen dazu, Erfahrungen auszutauschen.

Man stellt seine Projekte vor, vergleicht, wie man sie angegangen ist oder Berechnungen angestellt hat. Beim Thema Druckluft geht es darum, die Effizienz der Produktion zu steigern. So speist man bei Moll die Abwärme der Kompressoren ins Heizungsnetz ein, auch kleine Lecks in Leitungen werden sorgfältig aufgespürt und abgedichtet. Dazu kommen neue Produktionsverfahren, die zum Teil auch Druckluft sparen.

Eine neue Anlage zur Herstellung von Batteriegittern und - platten hat den Energieverbrauch um 45 Prozent gesenkt.

"Es gibt Maßnahmen, die sich schnell rechnen, wie etwa die Wärmeeinspeisung durch die Kompressoren, andere, wie die Umstellung auf LED-Beleuchtung bringen mittelfristig Einsparungen, wenn auch vom Umfang her geringere." Am Ende wird die Summe doch erheblich sein, die Moll einsparen will: 150 000 Euro, so sagt Werner, möchte man am Ende weniger für Energie ausgeben.