Geboren am 20. März 1940 in Bamberg ist Alois Dechant bei seiner Familie in Weismain wohlbehalten aufgewachsen. Kindergarten, Volksschule, Oberrealschule, Fachhochschule und Studiengänge des Hochbau- und Ingenieurbauwesen prägten dabei seinen Lebensweg. Ausgestattet mit diesem reichen Fachwissen trat er 1963 als Bauleiter in das Baugeschäft von Michael Dechant, seines Vaters, das zur damaligen Zeit gerade einmal 18 Mitarbeiter beschäftigte, ein.
Sehr bald wurde er aufgrund seines Fachwissens mit Aufgaben in der Geschäftsführung betraut. Der rasante Aufschwung des Unternehmens lässt sich auch daran ermessen, dass im Jahr 2000 die Firma Dechant 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählte und einen Umsatz von 350 Millionen DM erwirtschaftet. Das Betriebsvermögen umfasste zur damaligen Zeit Betonmischanlagen, Bürogebäude, ein Fertigteilwerk, Niederlassungen in Polen und in den neuen Bundesländern.

Allerdings gab es nicht nur Höhepunkte im Leben von Alois Dechant, sondern auch Rückschläge, so Ende 2000, als bedingt durch den Ausfall von Forderungen in Höhe von mehr als 272 Millionen DM der Gang in die Insolvenz unausweichlich wurde.
Doch hielt es Alois Dechant wie mit einem bekannten Ausspruch, den Günter Dippold anlässlich einer Festveranstaltung im Hause Dechant prägte: "Hinfallen kann im Leben jeder einmal, nicht mehr aufzustehen, dies ist die eigentliche Schande". Und sehr bald gab es im Unternehmen Dechant einen Neubeginn. Viele der bewährten Belegschaftsmitglieder kehrten zurück, Investoren erinnerten sich gerne der Firma Dechant und brachten ihr wieder das gewohnte Vertrauen entgegen. Damit stand ein weiteren erfolgreichen Entwicklung eines heimischen Unternehmens, dessen Handschrift so prägende Gebäude wie der Reichstag und der Bundesnachrichtendienst in Berlin, das Theater und Polizeipräsidium in Erfurt, die Datev Nürnberg, Galileo Oberpfaffenhofen, sowie Tropical Island tragen, nichts mehr im Wege.

Fußball und Wandern
Neben alledem fand Alois Dechant aber immer noch genügend Zeit für seine Steckenpferde wie den Fußballsport und das Wandern, wobei ihn die Touren nicht nur in die Bergwelt, nach Wien, Prag und Marseille, sondern auch nach Rom führten. Nicht vor ungefähr schrieb er selbst einen Wanderführer und wirkte an der Auflage der beiden Weismain-Bücher mit. Zudem engagierte er sich für seinen Berufsstand der Bauinnung und die Kreishandwerkerschaft von Lichtenfels, wirkte als Stadt-und Kreisrat sowie in den Gremien der LVA als Aufsichtsrat und als Beirat der AOK und des Arbeitsamtes von Coburg.
Schon zeitlebens wurden Alois Dechant 36 Ehrenmitgliedschaften angetragen, die beweisen, dass er auch ein großer Vereinsförderer ist. Er erhielt das Ehrenbürgerrecht der Stadt Weismain, ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und wurde zum Magistrat der Universität von Lemberg ernannt.

Empfang im Verwaltungsgebäude
Alois Dechant hat an seinem 75. Geburtstag, den er mit seiner Gattin Ursula und den drei Kinder Anja, Peter und Thomas und ihren Familien feiern kann, auf ein erfülltes Lebens zurückzublicken. Er feiert sein Fest am Samstag, 21. März, und ist hier für alle Gratulanten von 9 Uhr bis 18 Uhr im Verwaltungsgebäude der Firmengruppe Dechant, Abt-Knauer-Str. 3, erreichbar. Allerdings bittet Alois Dechant von Geburtstagsgeschenken abzusehen und stattdessen die Hilfsprogramm "Asylkinder ohne Eltern", die Nepalhilfe Kulmbach und die Arbeit des Bischofs Julian in Uganda mit einer Spende zu unterstützen, wofür eigens bei der Raiffeisenbank Obermain Nord ein Konto (IBAN DE25 7706 1004 0000 0317 55) eingerichtet wurde.