Ein langer, farbenprächtiger Faschingsumzug schlängelte sich am Samstagnachmittag bei herrlich sonnigem Winterwetter durch die Stadt. Beginnend an der Herrgottsmühle zogen 22 Vereine, Gruppen, Musiker und die Gareden des Staffelsteiner Karnevals-Klubs (SKK) über die Bahnhofstraße zum Rathaus. Dort wurden sie von den beiden SKK-Präsidenten Matthias Graß und Michael Hess empfangen und vorgestellt. Dann zogen sie weiter über die Bamberger Straße und die Angerstraße zur Feier im "Angerstübla".

Matthias Graß als Erster und Michael Hess als Zweiter SKK-Präsident hatten zuvor am Marktplatz mit Musik und witzigen Geschichten schon für gute Stimmung gesorgt. Sie luden die Schaulustigen immer wieder zum Mitfeiern ein. Kein Wunder also, dass der erste Wagen, ein Einsatzfahrzeug der vorausfahrenden Polizei, mit La-Ola-Welle und Verbeugungen empfangen wurden. "Fehlt bloß noch, dass die auch noch was aus dem Fenster schmeißen", witzelte Michael Hess über Mikrophon und Lautsprecher.

Freigiebig waren sie alle: Von Bonbons über Gummibärchen, Getränke oder langstielige Rosen gab es viel zu ergattern.

Schneegestöber aus Seifenschaum gab es vom Wagen der SKK: frisch aus der Schneekanone wurden dicke Flocken auf die eingemummelten Zuschauer herunter geblasen.

Eine Kanone der anderen Art hatten die Maa-Piraten dabei: die Reundorfer Gruppe beteiligte sich heuer zum ersten Mal am Staffelsteiner Faschingszug und schickte auch gleich einen grimmig schauenden Piraten mit einer Schatztruhe voraus: der Freibeuter presste dem Publikum jedoch nichts ab, er verteilte seine Gold- (Schoko-) Dublonen an die Schaulustigen am Straßenrand. Das Motto des SKK lautete: "Almabtrieb und Après-Ski" - entsprechend vielseitig ausgeschmückt und hergerichtet waren die Wagen und Fußgruppen. "Es grunzt helau die Pistensau", wussten die Sporfreunde aus Schönbrunn. Kühe sind schön, stellte man bei der Fußgruppe der "Närrischen Weiber" fest - ja, stimmt, aber nur, wenn sie vorher von Harald Glööckler gestylt wurden.

Die "SpVgg Razz" hingegen erkannte den neuen Trend: Kitzbühel ade, die Schickeria liebt jetzt den Staffelbergschnee. An alles gedacht hatte das Busunternehmen "Pipi-Reisen"; blasenschwache Fahrgäste dürfen sicher sein: wenn ich muss, hält der Bus. Für die Energiewende bestens gerüstet ist ein kleines Dorf in Oberfranken: Wiesen. Das hört sich fast an wie Gallien, könnte es auch sein: die Bewohner Wiesens brauen ab sofort einen Zaubertrank, den riesigen Kessel dafür hatten sie gleich mit auf ihrem WagenHelau, das war wieder ein toller Umzug!