Der Schneyer Adventsmarkt auf dem Schlossplatz begeisterte am Samstag mit seiner familiären und gemütlichen Atmosphäre. Vor der Kulisse des Schlosses und dem mächtigen Kirchturm entfaltete der Platz ein ganz besonderes Flair. Der Advent stand hier noch ganz im Zeichen von Ursprünglichkeit und Besinnung. Im Schein der Feuerkörbe lockten weihnachtliche Buden, Glühwein und allerlei Leckereien. Organisiert wurde er von den Schneyer Vereinen. Der Erlös wird dem Kindergarten "Löwenzahn" in Schney zugutekommen.


Nikolaus brachte Geschenke

Er durfte am vergangenen Samstag natürlich nicht fehlen: Der Nikolaus kam und beglückte viele Kinderherzen. "Ist der denn echt?" Diese Frage beschäftigte viele der kleinen Besucher. Auch sie sorgten auf dem Adventsmarkt für Stimmung: Die Schulkinder und die Kindergartenkinder vom Haus Löwenzahn. Sie stimmten bekannte Weihnachtslieder an und luden die zahlreichen Besucher zum Mitsingen ein. Und mit dem rotberockten Mann hielt auch die vorfestliche Stimmung Einzug auf den Adventsmarkt.


Zum zweiten Mal

Im Namen der Vereine begrüßte Elke Werner die Besucher. "Es ist das zweite Mal, dass sich unsere Vereine vor Ort zusammengetan habe, um gemeinsam mit Schule, Hort, Kindergarten und Kirche eine schöne, besinnliche Feier hier auf unserem Schlosssplatz zu organisieren", sagte sie. Sie hoffe, dass der Adventsmarkt in den nächsten Jahren weitere Mitstreiter findet, um die Veranstaltungen immer attraktiver zu gestalten. Sie dankte allen Mitwirkenden und denjenigen, die sich schon das ganze Jahr über gebastelt und gestrickt hatten.


Feuerkörbe als Wärmespender

Den Auftakt der Darbietungen bildete der Kinderchor der Schneyer Grundschule mit ihrer Leiterin Michaela Schell. Unterdessen hatte Moritz mit seiner Mutter anderes im Sinn. Ihn faszinierten die Feuerkörbe, die flackerndes Licht auf die vielen Menschen um ihn herum warfen. Emsige Feuerwehrleute fütterten die gefräßigen Wärmespender. Die Brandschützer packten auch kräftig beim Auf- und Abbau zu. Kurz darauf hieß es Bühne frei für die Kindergartenkinder. "Lass uns froh und munter sein", hörte man von zarten Kinderstimmen. Die pausbäckigen Gesichter verschwanden beinahe unter den roten Nikolausmützen. Kindergartenleiterin Manuela Dorst freute sich, dass der Erlös des Adventsmarkts für den Umbau und die Sanierung ihres "Löwenzahns" verwendet werde.


Bäckerei angeschürt

Unterdessen war der Ofen der Weihnachtsbäckerei angeschürt, den die Kreisgruppe des DGB auf den Schlossberg gewuchtet hatte. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Helmut Hofmann bediente die schwere Ofenklappe, hinter der die Plätzchen verschwanden, die von den Kindern vorher ausgestochen wurden. Den ausrollten Teig servierten die Mitglieder den Kids, die sogleich begannen, Sterne, Herzen oder Mondsicheln auf ein Backblech zu legen.


Weihnachtliche Lieder

Gegenüber hatte der Spielmannszug der Freien Turnerschaft Schney Aufstellung genommen und erfreute die Zuhörer mit vielen weihnachtlichen Liedern. Hier gab Dominik Laubert den Ton an. Maria und Eliah aus Buch am Forst wärmten sich derweil am Feuer. Zum Mitsingen forderte Dorothea Litzmeier auf, die den Schneyer Kantorei-Chor dirigierte. Vor dem Gemeindehaus breitete der Elternbeirat seine Schätze aus. Er hatte unter anderem köstliche Liköre, Marmalade und Gelees zubereitet. Der Erlös kam auch dem Kindergarten zugute.


Besinnliche Gedichte

Pfarrerin Tanja Vincent schloss mit besinnlichen Gedichtworten den offiziellen Teil. "Geh deinen inneren Weg durch die Tage des Advents. Bewahre dir, wenn es möglich ist, Zeit, in der der Atem ruhig geht, in der nicht gehetzt und gerannt wird. Es soll ja etwas in dir selbst geschehen. Richte deine Gedanken und Erwartungen auf das, was ich lohnt. Einen gesegneten Advent wünsche ich Dir", zitierte sie ein Gedicht des bekannten Theologen und Buchautors Jörg Zink.


Kleine Weihnachtsmänner

Kaum hatte die Pfarrerin das Mikrofon ausgeschaltet, da rumorte es unten am Rabenstein. Der Nikolaus (Günther Scheler) war eingetroffen. Er wurde nicht etwa vom grimmigen Knecht Ruprecht begleitet, sondern von einer freundlichen Elke Werner, die den schweren Sack mit allerlei Leckereien schleppte. Der Geschenkebringer verteilte aus einem Korb kleine Weihnachtsmänner und ließ sich durch das Gewusel der Kinder nicht aus der Ruhe bringen. Leczia und Delia hatten ihn schon sehnsüchtig erwartet.