Männer sind Schlafwunder. Uns Frauen macht das bisweilen zu schaffen.
Abends ins Bett gehen, sich umdrehen und innerhalb von 30 Sekunden einschlafen - das können offensichtlich nur Männer.
Während wir Frauen erst einmal damit zu tun haben, unsere Füße auf eine halbwegs humane Temperatur zu bringen und den Tag noch einmal Revue passieren lassen, fängt es unmittelbar jenseits der Besucherritze an:
Es beginnt mit einem tiefen Atmen, geht über in ein röchelndes Sch naufen und ergießt sich in brummende, sägende Grunzlaute. Okay, der Mann schläft.
Und ich muss neidvoll anerkennen, dass er täglich viel früher zu seiner Nachtruhe kommt als ich. All das Rempeln, Pusten, Pfeifen - es kann (m)einen schnarchenden Mann nicht wecken.
Und so wird sie immer länger, die To-Do-Liste in meinem Kopf mit den Rezepten für das Abendessen in den kommenden Wochen, die Organisation der nächsten Geburtstagsfeier, die Vereinbarung des nächsten U-Termins beim Kinderarzt und so weiter.
Im Gegenzug wird die Nacht immer kürzer und die Augenringe am nächsten Morgen immer länger. Aber auch das bringt uns Mädels doch nicht davon ab, täglich neben unserem Sägewerk schlafen zu wollen. Denn ich gestehe: Lieber schlecht, als alleine schlafen.