Es gibt Dinge, die sind aus unserem Alltag verschwunden. Zum Beispiel die Schreibmaschine und die Telefonzelle, früher unersetzlich, haben heute weitgehend ausgedient. Oder erinnern Sie sich noch an den Kassettenrekorder, der seinerzeit in jeder Wohnung stand?

Andere Gerätschaften sind noch nicht abgeschafft, fristen aber weitgehend ein Schattendasein. Nehmen wir nur den Wischmopp. Ein langer Stiel mit unterschiedlicher Putztechnik: entweder bewegliche Bodenplatte mit Lappen oder fest angebrachte Putzfäden. So lassen sich glatte Fußböden feucht reinigen. Diese Allzweckwaffe gegen Staub und Dreck ist unlängst wieder ins kollektive Bewusstsein gerückt.

Aus Nohra im Landkreis Nordhausen (Thüringen) werden wahre Wunderdinge vom Wischmopp berichtet. In der dortigen Tanke wischt abends eine Putzfee den Fußboden, als ein maskierter und bewaffneter Mann mit eindeutigen Absichten den Raum betritt. Durch spontane Zweckentfremdung des Reinigungsgeräts jagt die Frau den erschrockenen Räuber zum Teufel. Respekt, einfach eine gewischt! Wobei wir uns bei der Radiomeldung auch mal die Frage der Orthographie stellen und einen Blick in den Duden (jawohl, es gibt ihn noch) werfen. Ein Glück, dass man Wischmopp am Ende nicht mit "bb" schreibt - sonst wär's Mobbing gewesen.