Wo kommen nur diese Berge her?

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Der "Mount Washmore" ragt beinahe täglich vor uns Müttern steil empor. Foto: Romy Denk
Der "Mount Washmore" ragt beinahe täglich vor uns Müttern steil empor. Foto: Romy Denk

Der Wäscheberg im Keller ist für uns Mütter meist eine endlose Geschichte. Wie um alles in der Welt wächst er beinahe über Nacht in unüberwindbare Höhen?

Ja, ich mag Berge. Aber eher diese Berge, die man im Urlaub bewusst ansteuert und die einem bei einer Wanderung ein gutes Gefühl geben, weil sie in einer Gegend stehen, die dank der guten Luft und der fantastischen Aussicht für Erholung sorgen.

Nicht diesen Wäscheberg namens Mount Washmore in meinem Keller, der auf wundersame Weise einfach nicht weniger wird, obwohl meine Waschmaschine bald an einem Schleudertrauma leidet und der Trockner kurz vor einem Burn-out steht.

Warum um alles in der Welt wird dieser Berg schier über Nacht riesengroß und ragt unbezwingbar und steil vor mir empor? Vielleicht leben in unserem Haus Menschen, die ich bis dato noch nicht kennengelernt habe?

Anders kann ich mir die Menge an Wäsche nicht erklären, die sich da regelmäßig auftürmt. Das triumphierende Gefühl, welches ich verspüre, wenn ich den leeren Boden des Wäschekorbs erblicke ist leider immer nur von kurzer Dauer.

Als Mutter muss man ja täglich mehrere Berge erklimmen. Den Wäscheberg. Den Berg aus Geschirr. Den Altpapierberg. Berge, die auf unheimliche Weise immer wieder von alleine nachwachsen.

Doch es hilft alles nichts: Wenn ich Mann und Kind nicht so wie Gott sie schuf vor die Tür schicken will, muss der Berg bezwungen und Pullis, Schlübber und Co. der Reinigung unterzogen werden.

Im nächsten Leben werde ich Bergsteigerin - dann macht das Ganze vielleicht wenigstens Spaß.