Wo hat der Junge das nur her?

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"Schwein" - noch das harmloseste Wort, das Kinder in einem gewissen Alter auf Lager haben. Foto: Roland Weihrauch dpa.
"Schwein" - noch das harmloseste Wort, das Kinder in einem gewissen Alter auf Lager haben. Foto: Roland Weihrauch dpa.

Wenn das Kind Schimpfwörter für sich entdeckt, ist das eine harte Belastungsprobe für die Eltern.

Es ist ein irritierender Moment im Mama-Leben, wenn eines Tages aus dem Mund des kleinen, unschuldig wirkenden Juniors urplötzlich Schimpfwörter purzeln, deren Herkunft man sich beim besten Willen nicht erklären kann.

Dabei ist sein aktueller Lieblingsausdruck "Pups", der an manchen Tagen auch gern mal zur "Pupskanone" ausgebaut wird, noch relativ harmlos.

Wenn ein knapper Meter Kind durchs Haus rennt und "Furzimann. Kacka. Arsch!" brüllt, ist das - befremdlich. Hat man sich doch immer um einen guten Umgangston untereinander bemüht und man fragt sich automatisch, ob der schimpfwortrufende Knirps wirklich unser Kind ist.

Der Hinweis, dass im Hause Denk solche Ausdrücke unerwünscht sind, bestärkt den Nachwuchs nur, sie noch lauter zu rufen und stolz zu erklären, dass das sein Kindergartenkumpel auch macht. Aha, da liegt der Hase (besser gesagt, die Kacka) also begraben.

Nun gut, bleibt uns wohl nichts Anderes übrig als die Phase zu akzeptieren, in der Schimpfwörter mächtig interessant sind. Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass sie irgendwann langweilig werden, wenn wir ihnen keine Bedeutung geben.

Bei "Wedder eh nei, blöder Pipikackamatsch" fällt es allerdings sehr schwer, nicht einmal schmunzeln zu dürfen.