Für uns Eltern ist es schön zu sehen, wie unbedarft die Kinder unsere Welt noch sehen. In Zeiten wie diesen können wir uns in ihre Fantasiewelt einfach ein Stück mitnehmen lassen.
Der Bub ist ein kleiner Schlaufuchs (was er natürlich von der Mami hat!). Messerscharf kombiniert er Zusammenhänge, lässt sich in seinem zarten Alter nichts mehr vormachen und konnte quasi schon in der Wiege eins und eins zusammenzählen.
Das ist die eine Seite des Juniors. Die andere Seite ist voll von Fantasiegeschichten und glaubt nach wie vor an den Weihnachtsmann samt seiner Weihnachtswichtel, an die Zahnfee und selbstverständlich an den in wenigen Wochen vorbei hoppelnden Osterhasen. "Wer auch sonst malt den bitteschön die Eier so bunt an und versteckt die vielen Leckereien im Garten?" fragt er mich dieser Tage.
Wir haben beschlossen, dass es wohl ohnehin das letzte Ostern sein wird, wo er noch seinen wundervollen kindlichen Illusionen Glauben schenkt und den Besuch des Osterhasen selbstverständlich nicht angezweifelt.
Es gibt im Moment genug Schlimmes auf der Welt, da lassen wir ihm gerne diesen Zauber.
Denn wie sagt er kürzlich zu mir, als es um die vielen Menschen ging, die wegen eines sinnlosen Kriegs ihr Zuhause samt Hab und Gut verloren haben: "Ach Mama, ich bin froh, dass wir ein warmes und sicheres Zuhause haben, bleiben wir doch einfach für uns fröhlich". Ja mein Kind, das tun wir. Nur für dich. Versprochen.