Wie das Kulmbacher Klinikum am Mittwoch mitteilte, muss der Kreißsaal in der Entbindungsklinik vom heutigen Donnerstag, 12 Uhr, bis einschließlich Mittwoch, 31. März, nochmals schließen. Ab Donnerstag, 1. April, 6 Uhr, könne man dann wieder gewährleisten, dass genügend Hebammen für Entbindungen zur Verfügung stehen.

Die Verantwortlichen des Klinikums haben demnach, nachdem vor Kurzem der Kreißsaal wegen des krankheitsbedingten Ausfalls von fünf unserer neun Hebammen schon einmal für einige Tage abgemeldet werden musste, alle Anstrengungen unternommen, um personelle Verstärkung zu finden. Dutzende Gespräche mit freiberuflichen Hebammen wurden geführt. Aber: "Es ist uns aber kurzfristig nicht gelungen, alle Schichten für die kommenden Tage durchgängig zu besetzen."

Aus Sicherheitsgründen und um mögliche Gefahren für Mutter und Kind auszuschließen, habe man sich für eine nochmalige vorübergehende Schließung entscheiden müssen. Vom 1. April an ist am Klinikum in diesem Bereich dann wieder eine ausreichende Zahl von Hebammen im Einsatz. Zudem sei es gelungen, vom 6. April an zwei junge Hebammen aus Italien zu gewinnen, die nach Kulmbach umziehen und in Vollzeit für das Klinikum tätig werden. In den Heimatregionen dieser Hebammen herrscht in diesem Berufsfeld ein personeller Überschuss. Die beiden neuen Mitarbeiterinnen in unserem Kreißsaal sprächen hervorragend deutsch und kommen mit großer Motivation nach Oberfranken. Bereits für den Mai seien weitere personelle Verstärkungen fest geplant. Ab 1. Oktober startet an der Hochschule Coburg der Studiengang Hebammenkunde. Zwei Studierende werden dann Ihre Praxiseinsätze am Klinikum Kulmbach ableisten.

Die Klinikleitung bittet alle werdenden Eltern um Verständnis für die Entscheidung, den Kreißsaal nun nochmals zu schließen. Schwangere, die sich für die kommenden Tage bereits zur Geburt angemeldet hatten, werden persönlich verständigt. In Notfällen werden werdende Eltern gebeten, sich an umliegende Geburtskliniken zu wenden.