Um neue Maßnahmen und Regelungen für das Nachtleben in der Oberen Stadt in Kulmbach zu beraten, kamen am Mittwoch (23.06.) sämtliche Vertreter der Stadt Kulmbach wie des Landratsamts, des Jugendamtes, des Kreisjugendringes, der mobilen Jugendarbeit sowie der Polizeiinspektion Kulmbach und Wirte der betroffenen Lokale zu einem Gespräch zusammen.

Dabei beschlossen die Parteien unter anderem die großflächige Beschilderung der Oberen Stadt mit Sperrstunden und Alkoholverbot sowie die Verstärkte Polizeipräsenz und vermehrte Kontrollen.

Strenge Regeln: Alkoholverbot und Sperrstunden

Der To-go-Verkauf von Alkohol ist ab 20 Uhr weiterhin ausnahmslos verboten. Die Freischankflächen müssen während der Fußball-Europameisterschaft um 23 Uhr geschlossen werden, anschließend wieder um 22 Uhr. Die Bewirtung im Innenbereich endet um 24 Uhr.

Auf allen öffentlichen Plätzen herrscht nach wie vor Alkoholverbot. Der Konsum von Alkohol außerhalb der gastronomischen Bereiche ist somit vollständig untersagt. Das heißt: nur mit Sitzplatz im Rahmen einer gastronomischen Bewirtung darf Alkohol konsumiert werden.

Die Stadt Kulmbach ermöglicht den Gastronomen in der Oberen Stadt, ihre Freischankflächen an den Wochenenden in den Abendstunden zu erweitern. Dies hat zur Folge, dass sich die Fläche für stehende und nicht bewirtete Personen verkleinert und eine größere Gruppenbildung erschwert wird.

"Niemand hat die Absicht, das Nachtleben in der Oberen Stadt zu unterbinden"

In zwei Wochen wird sich das Gremium in dieser Zusammensetzung noch einmal treffen und die Entwicklungen beraten. Sollte es keine Verbesserung geben, können tiefergreifende Maßnahmen beschlossen werden. Zudem wird die Stadt Kulmbach prüfen ob eine Videoüberwachung der Oberen Stadt möglich ist und dies gegebenenfalls zeitnah umsetzen.

"Ich kann einen jeden nur bitten, verantwortungsbewusst mit der Situation umzugehen. Die Pandemie ist noch immer nicht vorbei und wenn wir nicht aufpassen, kann es sehr schnell gehen und wir müssen uns wieder einschränken. Dann ist das Feiern in der Oberen Stadt wieder für unbestimmte Zeit vorbei - das kann niemand wollen", erklärte Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) nach der Zusammenkunft.

Lehmann wies darauf hin, dass das Zusammenkommen im Rahmen des Möglichen weiterhin erlaubt sein soll. "Niemand hat die Absicht, das Nachtleben in der Oberen Stadt zu unterbinden. Wir sind alle froh, dass wieder Lockerungen möglich sind und man sich wieder treffen kann. Auch unsere Gastronomie hatte lange unter der Pandemie zu leiden, daher profitiert sie auch enorm von den aktuell bestehenden Möglichkeiten", so der Oberbürgermeister.

Kulmbach: Leiter des Katastrophenstabes und Oberbürgermeister warnen vor Delta-Variante

Zusammen mit Oliver Hempfling, dem Leiter des Katastrophenstabes am Landratsamt Kulmbach, verwies er zugleich jedoch auch auf die grundsätzliche Lage, in der sich der Landkreis Kulmbach derzeit befinde. "Wir leben noch immer in einer Pandemie, das darf unter keinen Umständen vergessen werden. Ein Zusammenkommen ist wieder möglich, dennoch müssen wir mit aller Anstrengung vermeiden, dass sich das derzeit entspannte Infektionsgeschehen wieder rückläufig entwickelt", erklärte Lehmann.

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Und Oliver Hempfling ergänzt: "Die Delta-Variante des Corona-Virus ist zuhöchst ansteckend. Wenn ein positiver Fall in der Oberen Stadt auftritt und sich mehrere Personen anstecken, dann ist das Nachtleben in der Oberen Stadt für Gäste und Gastronomie beendet. Das müssen wir unbedingt verhindern. Daher gilt es nach wie vor, mit Vorsicht und Rücksicht zusammenzukommen", so Hempfling.

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