Inklusive Mehrwertsteuer beträgt der neue Preis am 1. Januar 2013 nun 1,98 Euro.

"Dieser Schritt muss aufgrund des signifikanten Rückgangs des Wasserverbrauchs von 154 000 Kubikmeter im Jahr 2009 auf 135 000 Kubikmeter im Jahr 2012 und des weiter hohen Unterhaltungsaufwandes erfolgen", erklärte Bürgermeister Roland Wolfrum (SPD). Gleichzeitig beschloss der Rat die Grundgebühr für den kleinen Wasserzähler von jetzt 24 Euro auf 48 Euro anzuheben. Mit den größeren Wasserzählern wurde anlog verfahren.

"Die Erhöhung des Wasserpreises wird durch die Verminderung des Abwasserpreises aufgefangen", beruhigte Roland Wolfrum seine Mitbürger. Die bisherige Gebühr für den Kubikmeter Schmutzwasser in Höhe von 3,33 Euro sinkt zum 1. Januar 2014 um 63 Cent auf dann 2,70 Euro.
Gleichzeitig werde aber zur Deckung der Fixkosten eine Grundgebühr eingeführt.

Hoffnung auf weitere Hilfe

Ebenso einmütig hat der Stadtsteinacher Rat dem geforderten Konsolidierungskonzept zum Haushalt der Stadt zugestimmt. Beibehalten bleiben momentan die Hebesätze für die Grundsteuer A und B mit 300 vom Hundert und für die Gewerbesteuer mit 320 vom Hundert. Eine Erhöhung auf den Landesdurchschnitt wird ebenso im Zuge der Haushaltsaufstellung 2014 geprüft wie auch der Erlass einer Straßenausbaubeitragssatzung. Roland Wolfrum bedankte sich beim Freistaat Bayern für die in diesem Jahr erhaltene Stabilisierungshilfe von 250 000 Euro. Der Bürgermeister hofft, auch im Jahr 2014 die wichtige Stabilisierungshilfe zu bekommen.

Einnahmen gestiegen

Zu Mehreinnahmen von 2500 Euro hat in den vergangenen vier Jahren die Gebührenerhöhung für das Freibad gesorgt, 5000 Euro waren es bei der Steinachtalhalle.

Kostendeckend arbeite der städtische Friedhof. Die Vermietung der Dächer von Schule und Feuerwehrhaus führen in den nächsten 20 Jahren zu Einnahmen von insgesamt 90 000 Euro.

Insgesamt 230 000 Euro hat die Stadt durch den Verkauf des alten Schulhauses in Zaubach, des alten Feuerwehrhauses in Stadtsteinach, von vier erschlossenen Baugrundstücken sowie von Verkehrsflächen als Anwohnerparkplätze eingenommen. Die erfolgte Bündelausschreibung beim Strombezug spart jährlich weitere 13 000 Euro.

Bauvorhaben befürwortet

Keine Einwände hatte der Grundstück- und Bauausschuss des Stadtrates gegen den Antrag von Roland und Thomas Witzgall auf Neubau einer Lagerhalle mit Garage, Heizungsanlage und Dachgeschosswohnung in der Knollenstraße. Gleiches gilt für die Bauleitplanung der Nachbargemeinde Rugendorf zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für ein Wohngebiet.