Die Straße mündet in eine Waldweg, rundherum ist viel Grün. Normalerweise ist es sehr ruhig am Gänsgries in Schmeilsdorf. Normalerweise.

Jetzt hört man das Brummen eines Baggers, die Straße ist auf einem etwa zehn Meter langen Stück fast drei Meter tief aufgegraben. Die Winterpause der Bauarbeiter von der Baufirma Stübinger aus Kulmbach ist vorbei. Nun arbeiten sie sich weiter Stück für Stück auf dem rund 150 Meter langen Abschnitt von der Brücke den Berg hinauf.

Dort wird bereits seit vergangenem Jahr der Schutzwasserkanal erneuert. "Der war dringend sanierungsbedürftig", wie Bürgermeister Robert Bosch (CSU) erklärt. Und im Zuge dieser Arbeiten werde die Wasserleitung gleich neu mitverlegt.

Ebenfalls neu angelegt wird ein Oberflächenwasserkanal, der das Wasser von den umliegenden Hängen in den Zentbach leiten soll. "Bei Regenfällen gab es Ausspülungen bei den anliegenden Grundstücken", erläutert Bosch den Hintergrund dieser Maßnahme. Rund zehn Anwesen - inklusive des Feuerwehrhauses - befinden sich dort. Die Ausspülungen sollen künftig der Vergangenheit angehören.

Die Gesamtkosten beziffert der Bürgermeister auf eine halbe Million Euro. Verantwortlich für die Planungen ist das Büro IBP aus Kulmbach.

Nachdem die Leitungen nebeneinander liegen und für die Arbeiten ohnehin fast die ganze Straße aufgegraben wird, werden auch die Straße und deren Entwässerung gleich miterneuert. Im Juni soll die Maßnahme dann abgeschlossen sein. Dann wird es wieder ruhig am Gänsgries in Schmeilsdorf.