Auf eine kleine Völkerwanderung hatte Karla Fohrbeck gestern bei der offiziellen Inbetriebnahme des Rot-Main-Auen-Weges zwischen Dreschenau und Langenstadt gehofft, und sie sollte recht behalten, denn das herrliche Frühlingswetter lockte gut 80 Wanderfreunde und Naturliebhaber aus der Region an, die sich am Nachmittag von Dreschenau aus auf den Weg nach Langenstadt machten.

Unterwegs stießen bei den einzelnen Stationen immer wieder neue Naturfreunde hinzu, so dass die Endstation in Langenstadt mit mehr als 150 Menschen dicht umlagert war.


21 Kilometer Natur und Wissen


21 Kilometer ist der Spazier- und Wanderweg lang, der die Auen-Natur am Roten Main erlebbar macht.
Auf rund 60 thematischen Stelen und Wandtafeln hat Karla Fohrbeck in mühevoller Kleinarbeit Wissenswertes über Parks und Landschaften, über die Kräuter- und Barockgärten, den Biber, den Storch und den Eisvogel sowie über die Kraft des Wassers zusammengetragen und für jedermann verständlich erläutert.

Die Erlebnis-Tour führt von Bayreuth aus bis Langenstadt an acht Mühlen und einer historischen Schmiede vorbei, die gestern in Neuenreuth sogar für kurze Zeit ihren Betrieb aufnahm. Allein vier Mühlen befinden sich im Bereich des Landkreises Kulmbach, die Bergmühle und Damm-Mühle in Neudrossenfeld, die Altdrossenfelder Mühle sowie die Mühle in Neuenreuth.


Lokalprominenz marschiert mit


Unter den Wanderern waren auch Landrat Klaus Peter Söllner (FW), Bürgermeister Harald Hübner (CSU) von der Gemeinde Neudrossenfeld und dessen Kollegin von der Nachbargemeinde Heinersreuth, Simone Kirschner.
Bereits am Samstag war der Streckenabschnitt von der Landesgartenschau bis Neudrossenfeld übergeben worden. Mit dabei waren Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (BG) und Landrat Harald Hübner (CSU) aus Bayreuth.


Dickes Lob für Karla Fohrbeck


Landrat Klaus Peter Söllner war voll des Lobes über das, "was Karla Fohrbeck hier auf den Weg gebracht hat". Auch der Gemeinde Neudrossenfeld müsse man für den Bau der Stege Respekt zollen. Der erste Steg, der erneuert wurde, befand sich bei Dreschenau.