Schnecken über Schnecken! In das Klagelied vieler Kollegen und Bekannten über die schleimige Plage kann ich glücklicherweise nicht einstimmen. Lediglich eine Handvoll Nacktschnecken habe ich bislang in meinem Garten gesichtet. Das ist praktisch nicht der Rede wert, wenn ich höre, dass andere allabendlich Hunderte von Schleimern zerschneiden oder ersäufen müssen. Anscheinend leisten da bei mir ein paar fleißige Helfer im Verborgenen wirklich gute Arbeit. Ist da vielleicht ein hungriger Igel am Werk oder sind es die Amseln, mit denen ich Hausdach und Garten teile? Egal, wer der Schnecken-Schreck ist, mir soll's recht sein.

Dabei dachte ich neulich noch, ich hätte ein Schnecken-Problem, nachdem der frisch gepflanzte Salat im Hochbeet komplett abgefressen war. Von verdächtigen Kriechern war weit und breit keine Spur zu sehen, dafür aber konnte ich kurz darauf eine freche Spatzen-Schar beobachten, die sich an den verbliebenen grünen Blättern gütlich tat. Das waren also die wahren Übeltäter. In Gedanken habe ich die Piepmätze erst mal zur Schnecke gemacht.

Aber wirklich böse kann ich meinen Vögelchen nicht sein. Auch wenn sie mich jeden Morgen um gefühlt vier Uhr aus dem Schlaf zwitschern, mir die Balkonnutzung durch ihre Brutaufzucht quasi unmöglich machen und mir jetzt noch den Salat vor den Nase wegfressen - ich werde sie auch im nächsten Winter wieder voller Überzeugung durchfüttern!