Ein Eintrag auf der Facebook-Seite der Bayerischen Rundschau (www.facebook.com/BayerischeRundschau) erreicht in der Regel zwischen 500 und 1500 Menschen. Nur ab und zu gibt es Ausnahmen - bei schweren Unglücken, Aufsehen erregenden Gerichtsprozessen oder beeindruckenden Naturfotos.

Alle Rekorde der Seite, die es seit April 2011 gibt, schlägt in diesen Tagen ein Foto von Alexander Muck: Gestern Vormittag hatte es mehr als 75.000 Personen erreicht, hatte mehr als 320 "Gefällt mir"-Angaben und war fast 90 Mal auf anderen Seiten geteilt worden.

Und noch ein Nachtrag zum "Blutmond", der es wirklich wert ist. Fotograf Alexander Muck hat ein Foto geschossen, das einfach top ist. Die Fotos entstanden auf der Allee zwischen Hegnabrunn und See (am):

Posted by Bayerische Rundschau on Montag, 28. September 2015


Natürlich entbrannte auch eine Diskussion, wie das Foto wohl entstanden sein mag. Dazu hat sich der Fotograf auf unsere Bitten hin geäußert: "Das Fotos ist von A bis Z durchkomponiert! Da gehört einiges an fotografischem Wissen und Planung dazu", erklärt er.

"Man sollte natürlich den Ort gut kennen und bereits das fertige Bild im Kopf haben. Als Location passte da nichts besser als diese Allee (zwischen Hegnabrunn und See)! Ein wunderschöner Ort! Besonders in der Nacht."
Aber was ist nun wichtig, wenn man sich an einem solchen Foto versuchen will? - "Kamera-Standpunkt (tiefer Standpunkt lässt die Straße scheinbar in den Himmel ragen, weite Entfernung / hohe Brennweite / großer Mond), dazu Ausschnitte, Perspektive, Lichtsetzung bei dem Radfahrer, Bäume (Speziallampen, zum Beispiel Flooder im Hintergrund des Radfahrers, um eine Silhouette zu zeichnen, Thrower als Fahrradlampe, Malen mit Licht...)."
Wurde der Fahrradfahrer am Ende in das Bild montiert? - Alexander Muck: "Wenn man das Bild genauer betrachtet, sieht man, dass der Radfahrer steht. Er wurde nicht hineinmontiert. Ein fahrendes Rad wäre verschwommen gewesen. Das Licht hätte durch den Spill der Lampe aber gereicht, um zu fahren (das sieht man gut an der Wiese, die hell ist)."


Einsatz hat Spaß gemacht

Ein wenig bedauert der Fotograf, dass es bei einem solchen Bild immer wieder Leute gibt, die versuchen, etwas Gelungenes schlecht zu reden. Insgesamt habe der Einsatz ihm großen Spaß gemacht, auch wenn es für ihn und die Fahrradfahrerin geheißen habe, sehr früh aufzustehen, um gegen 3 Uhr vor Ort zu sein. Zudem sei es sehr kalt gewesen, die Radfahrerin habe sich immer wieder ins Auto gesetzt, um sich aufzuwärmen. Ein Amateurfotograf aus Lanzendorf habe bei der Belichtung geholfen. Mit verschiedenen Lampen, Taschenlampen und einer hochempfindlichen Kamera sei es gelungen, Akzente zu setzen. Alexander Muck: "Das war eigentlich kein große Ding. Der Himmel war um 4.45 Uhr wirklich blutrot durch den Wolkenverhang. Ab und an riss es plötzlich auf. So entstand das Foto."