Überhitztes Metall im Trockenofen eines Betriebs in der Vorwerkstraße hat am frühen Donnerstagmorgen den Einsatz von 130 Feuerwehrleuten, 15 Kräften des THW und 16 BRK-Helfern gefordert. Gegen 5.30 Uhr wurde der Alarm ausgelöst, der zu einem Ansturm der Rettungskräfte in der Kulmbacher Industriestraße geführt hat.



Zwei Tonnen

Wie der Pressesprecher der Kulmbacher Feuerwehr, Kreisbrandmeister Jürgen Hochgesang, mitteilte, war in dem Betrieb verarbeitetes Metall zum Trocknen im Ofen. Zwei Tonnen Hartmetallstangen hätten sich übermäßig auf über 900 Grad erhitzt. Die Beschichtung des Ofens habe sodann Feuer gefangen. Es habe gedroht, dass Flammen auf die Werkhalle übergreifen. Jürgen Hochgesang: "Deshalb waren die Helfer auch in so hoher Zahl
angerückt."



Schaumteppich gelegt

Elf Wehren waren im Einsatz, der unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Thomas Limmer und des Zugführers der Kulmbacher Wehr, Heiko Rüger, stand. Acht Wehrkräfte gingen mit schwerem Atemschutz in die Halle. Sie legten einen Schaumteppich und konnten so ein Ausbreiten des Feuers verhindern.


CO 2 statt Wasser

Metall kann Jürgen Hochgesang zufolge nicht mit Wasser abgekühlt werden, weil so Knallgas entsteht. Deshalb sei CO 2 verwendet worden, um um das Feuer im Ofen zu bekämpfen. Das Metall hat, wie der Pressesprecher der Wehr mitteilte, auch noch am Nachmittag geglüht. Die letzten Feuerwehrkräfte konnten erst gegen 14 Uhr den Einsatzort verlassen.


Keine Explosionsgefahr

Es gab keine Verletzten. Eine Explosionsgefahr bestand nicht, und es habe auch zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden, so die Polizei. Die Brandursache lag offenbar in einem technischen Defekt. Der Schaden wird von der Polizei auf rund 20 000 Euro geschätzt.


Verkehrsbehinderungen

Der Betriebsunfall hat für Behinderungen im Berufsverkehr gesorgt, da die Vorwerkstraße zeitweise sogar komplett gesperrt war. Eine Umleitung wurde eingerichtet. Der gesamte Verkehr, der vor der Theodor-Heuss-Allee kam, wurde auf die Nordumgehung geführt.