Zu diesem Tagesordnungspunkt hatten sich auch sechs Bewohner aus dem Neubaugebiet "Melm" eingefunden.
"Der Übungslehrgang mit zwei Elektro-Trailrädern wurde bereits in den vergangenen drei Jahren durchgeführt, und wir haben dem Antrag immer zugestimmt. Es ist ein Schnuppertraining für die Jugend und wird auch im Ferienpass des Landkreises angeboten", sagte Bürgermeister Volker Schmiechen (SPD).

"Geht nur um zwei Tage"

Auch machte er darauf aufmerksam, dass es nur um die zwei Tage gehe und mit einer Dauerlösung nichts zu tun habe. Schmiechen regte an, dass die Gemeinderäte selbst einen Eindruck von der geringen Lärmbelästigung machen sollten.
Der Bürgermeister will sich noch um eine mögliche Verkürzung der Veranstaltungszeit am Samstagnachmittag kümmern.
Markus Weigel (WGU) wollte wissen, wie viele Kinder und Jugendliche aus Untersteinach beim MSC dabei sind, was Schmiechen nicht beantworten konnte. Sein Fraktionskollege Alfred Vießmann sagte: "Ich bin allgemein gegen diese Veranstaltungen. Es ist eine Lärmbelästigung, denn jeder Motor macht ein Geräusch. Es sollte eine andere Möglichkeit im Gemeindebereich gesucht und angeboten werden." Renate Meißner (WGU) meinte, die Anwohner seien schon genug gepeinigt. "Ich bin für das Wohl der Bürger und stimme nicht zu." Ein starkes Stück sei es zudem, dass es schon im Ferienpass steht.
"Ich habe in den letzten Jahren keine Beschwerden gehört, und wir sollten dem Verein schon die Möglichkeit geben, sich im Jugendbereich zu entwickeln. Vielleicht könnte es der MSC auf Freitag und Samstagvormittag beschränken", sagte Heinz Burges (SPD) und erhielt Zustimmung von Jürgen Laaber. Wolfgang Arlt (SPD) erläuterte, dass es sich um einen reinen Schnupperkurs auf einem leichten Parcours handele, "sonst passiert da nichts". Zweiter Bürgermeister Hans-Peter Röhrlein (CSU) ergänzte, dass es sich um eine einmalige Veranstaltung handele. "Wenn drei Stunden lang Rasen gemäht wird, ist es lauter als bei diesem Trail."
Mit acht zu vier Stimmen (WGU-Fraktion) stimmte der Gemeinderat der MSC-Veranstaltung schließlich zu.
Die Verlagerung des Horts von der Kindertagesstätte Am Bühl in den Altbautrakt der Schule rückt näher.
Die ersten vier Gewerke wurden nach Prüfung durch das Kulmbacher Architekturbüro Drenske vom Bauausschuss vergeben. Den Rohbau erledigt die Firma Helmut Herrmann aus Mainleus für 15 728 Euro. Für die Erneuerung des Bodens erhielt die Firma C & C Verlegeservice aus Neudrossenfeld für 8238 Euro den Zuschlag. Für 17 889 Euro übernimmt das Unternehmen Ralo-Bau aus Schwarzenbach die Sanitärinstallation, die Fliesenarbeiten führt die Firma Dütthorn aus Kasendorf für 13271 Euro durch.

Weitere Gewerke vergeben

Weitere sechs Gewerke vergab der Gemeinderat einstimmig am Dienstagabend.
Im Einzelnen waren dies: Leichtmetall- und Schlosserarbeiten, Oertel aus Kulmbach, 17 024 Euro; Trockenbau, Die Deckenprofis aus Hof, 26 607 Euro; WC-Trennwände, Schreinerei Rosenberger aus Untersteinach, 20 036 Euro; Kücheneinrichtung, Möbel Hertel aus Gesees, 5168 Euro; Malerarbeiten, Weith aus Neuenmarkt, 11 524 Euro; Elektroinstallation, Arlt aus Untersteinach, 6212 Euro; Baureinigung, K & S Raumpflegeservice, 2772 Euro; Einrichtung, Grönert aus Wertheim, 10 039 Euro.